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Mecklenburg-Vorpommern

17. Dezember 2017 | 22:41 Uhr

A14-Bau : „Ostsee-Autobahn“ kommt voran

vom

Die Verlängerung der A14 gen Norden ist ein Mammutprojekt. Drei Bundesländer sind beteiligt. Die Anforderungen sind hoch, Natur- und Tierschützer gehen regelmäßig auf die Barrikaden. Die Planer bessern nach, so auch für ein Teilstück bei Colbitz.

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Der Bau der auch gern „Ostsee-Autobahn“ genannten Verlängerung der A14 von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin kommt weiter voran. Nachdem seit Ende 2015 auf Teilstücken in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern der Verkehr rollt und an anderer Stelle gebaut wird, haben die Planer in Sachsen-Anhalt nun juristisch gerügte Mängel behoben. Gut zwei Jahre nach dem vom Bundesverwaltungsgericht verhängten Baustopp für den Abschnitt Colbitz-Dolle sei das ergänzende Planfeststellungsverfahren beendet, teilten Verkehrsministerium und Landesverwaltungsamt am Dienstag in Magdeburg mit.  Die Auflagen für den Autobahnbau in Sachen Tier- und Naturschutz seien streng, hieß es. Verbände gingen auf die Barrikaden und würden klagen. „Von unseren Nachbesserungen profitieren bei diesem länderübergreifenden Projekt auch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU). Man müsse dem Tierwohl bei den Planungen entsprechen.

Gegen den Änderungsbeschluss könne nach öffentlicher Auslage bis Ende März geklagt werden. Wann also genau in Sachsen-Anhalt wirklich weitergebaut werden kann, sei offen. Ziel der 155 Kilometer langen A14-Nordverlängerung ist eine Aufwertung des eher dünn besiedelten und wirtschaftlich schwachen Landstrichs. Eine bessere Infrastruktur soll das ändern. Unternehmen sollen sich ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen. Außerdem sollen Urlauber schneller als bisher in den Norden gelangen, etwa an die Ostsee. Insgesamt soll der Lückenschluss rund 1,3 Milliarden Euro kosten.

Stand des Weiterbaus der A14 im Internet

Hintergrund: Die A14-Nordverlängerung

Als A14-Nordverlängerung wird der geplante Lückenschluss zwischen den Ober- und Mittelzentren Magdeburg, Wittenberge und Schwerin bezeichnet. Diese Städte sollen durch eine zweispurige, vierstreifige Autobahn verbunden und die touristisch stark frequentierten Regionen Altmark, Prignitz und Ludwigslust an das große Straßennetz angeschlossen werden.  Da die Nordverlängerung bis zur A24 bei Schwerin führen soll, wird sie gern als „Ostsee-Autobahn“ bezeichnet. Sie ist 155 Kilometer lang und soll nach Angaben des Magdeburger Verkehrsministeriums insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro kosten. Von den 155 Kilometern führen 97 Kilometer durch Sachsen-Anhalt, 32 Kilometer durch Brandenburg und 26 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern. Allein der Abschnitt in Sachsen-Anhalt soll 815 Millionen Euro kosten.  Alle drei Bundesländer arbeiten parallel an ihren Bauabschnitten.

Ende Oktober 2014 wurde in Sachsen-Anhalt ein erstes Teilstück für den Verkehr freigegeben. Der rund sechs Kilometer langen Abschnitt befindet sich zwischen Wolmirstedt und Colbitz, nördlich von Magdeburg. Im vergangenen Dezember kamen Teilstücke in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern dazu. Bis 2020 soll alles fertig sein.  

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