Stromnetz : Osten pocht auf faire Kostenverteilung

Um den Abstand zwischen Windrädern und Häusern gibt es immer wieder Streit.
Um den Abstand zwischen Windrädern und Häusern gibt es immer wieder Streit.

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svz.de von
28. September 2014, 20:26 Uhr

Mehrere ostdeutsche Länder pochen auf eine bundesweit faire Verteilung der Kosten für den Ausbau der Stromnetze. Wegen der wachsenden Zahl von Windkraftanlagen und Solarparks vor allem im Osten und Norden der Bundesrepublik wurde dort bereits viel in neue Leitungen investiert. Laut Gesetzeslage müssen die Stromverbraucher in den jeweiligen Erzeugungsregionen die Kosten zahlen. Das aber trifft zusehends auf Kritik.

So erinnert MV-Energieminister Christian Pegel (SPD) daran, dass die Energiewende ein gesamtdeutsches Projekt ist. Es sei daher nicht gerecht, die Netzkosten nicht deutschlandweit auf alle Verbraucher umzulegen. „Denn damit bestrafen wir gerade die Regionen, die wir für die Stromerzeugung für die großen deutschen Städte und Metropolen dringend brauchen“, argumentiert der Minister. In dünn besiedelten ländlichen Regionen würden Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen errichtet. Die neuen Leitungen werden demnach gebaut, um den regenerativen Strom einzusammeln und in die Zentren weiterzuleiten, nicht aber für die eigene Stromversorgung auf dem Lande. Das Gebührensystem müsse daher reformiert und „in der Perspektive die Netzkosten deutschlandweit gewälzt werden“, fordert Pegel. Im Bundesvergleich zahlen MV und das benachbarte Brandenburg die höchsten Netzentgelte.

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