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Wirtschaftsdelegation MV : Osten kann im Iran punkten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

MV will mit dabei sein, wenn Aufträge für Unternehmen vergeben werden

svz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern gewinnt im Iran nicht nur wegen seiner Häfen als wichtige Umschlagplätze für den Handel zunehmendes Interesse. Wie Energieminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag nach Treffen mit Vertretern mehrerer Ministerien in Teheran sagte, gibt es erste Einladungen für vertiefende Gespräche mit zwei Firmen aus dem Nordosten. Sowohl mit der Schweriner Airsense Analytics GmbH als auch mit der RST Rostock System-Technik GmbH solle dabei die Möglichkeit konkreter Geschäftsbeziehungen ausgelotet werden.

Führende Vertreter beider Firmen gehören der etwa 100-köpfigen Wirtschaftsdelegation aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt an, die sich seit Sonntag zu einer Markterkundungstour im Iran aufhält. Airsense fertigt vor allem Gefahrenstoffdetektoren, um Sprengstoff, Drogen oder Chemikalien etwa an Flughäfen aufzuspüren. Die Rostocker RST hat sich mit Simulatoren für Flugzeugcockpits einen Namen gemacht und hofft auf eine Kooperation mit der staatlichen iranischen Airline, die bei Airbus zahlreiche Maschinen in Auftrag gegeben haben soll.

Pegel sieht im Iran-Geschäft mehr Chancen als Risiken. „Ich glaube, dass die Risiken beherrschbar sind, wenn man sich richtig informiert. Das größte Hemmnis derzeit ist, dass die Zahlungssysteme mit den Sanktionen zusammengebrochen sind und die Banken nicht kooperieren durften“, erklärte er. Die Finanzierung sei daher eine Herausforderung. Aber auch da erlebe man im Iran eine Aufbruchstimmung. Ostdeutschland könne dabei seine Erfahrungen aus der Wendezeit vermitteln. Denn der Osten habe selbst einen Umbruch erlebt.

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