Schulorden MV : Orden für Verkehrserziehung

 
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23 Kitas erhalten Auszeichnung für ihre Präventionsarbeit

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26. August 2015, 21:00 Uhr

Auf ein Kinderkonzert „Rot, gelb, grün - Schau mal, hör mal, mach mal mit!“ mit den Kinderliedermachern Ferri Feils und Beate Lambert im Wert von 1 500 Euro können sich die Kinder der Awo Kita „Mischka“ aus Neustadt-Glewe freuen. Die Einrichtung wurde gestern als Hauptgewinner der „Schulorden MV“-Verleihung ausgelost. Insgesamt wurden 23 Kitas aus ganz Mecklenburg-Vorpommern mit dem „Orden“ in der Größe eines Verkehrsschildes ausgezeichnet. Zusätzlich wurden drei Preise verlost.

„Es fällt auf, dass die Kinder sich gegenseitig darauf aufmerksam machen, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen“, erzählt Erzieherin Karin Völker von der Kita „Mischka“. „Die Kinder finden sich gut in das Projekt ein.“ Ihre Kollegin Kathrin Lewenz ergänzt: „Mit der Verkehrserziehung fangen wir schon bei den ganz Kleinen an, beim Spazierengehen und Beobachtungsgängen. Das zieht sich bis zu den älteren Gruppen durch.“ Platz zwei und drei, jeweils eine „move-it“-Box mit Spielmaterial zur Bewegungsförderung, erhielten die Awo Kita Märchenbuch in Grabow und die Kita Storchennest in Zarrentin.

„Es passieren immer noch Unfälle mit Kindern. Die Zahl auf Null zu reduzieren, wäre zwar wünschenswert, aber wir wollen als Ziel immer weniger Unfälle mit Kindern erreichen.“ Das sagte Hans-Joachim Hacker, Präsident der Landesverkehrswacht anlässlich der Verleihung im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung. Der „Orden“ wird seit 2010 von der Landesverkehrswacht, dem Ministerium und der Unfallkasse verliehen. Er geht an vorschulische Einrichtungen, die sich durch ihr besonderes Engagement in der Verkehrserziehung hervorheben. Laut Statistischem Amt verunglückten 2014 im Land 196 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren im Straßenverkehr.

Verkehrserziehung sollte nicht erst in der Kita stattfinden, wie Infrastrukturstaatssekretärin Ina-Maria Ulbrich betont: „Die wichtigste Aufgabe haben die Eltern. Kinder lernen durch ständiges Wiederholen, die Verkehrsregeln zu verinnerlichen.“ Auch die Gesellschaft solle sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Wenn die Kinder in die Schule kommen, sei ohnehin alles ungewohnt: „Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, dazu gehört auch der Schulweg.“

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