Mehr Zeit für die Familie : Opposition für verlängerte Herbstferien

Drittklässler einer Grundschule schreiben am Dienstag «Schöne Ferien!» auf eine Tafel in einem Klassenzimmer.

Drittklässler einer Grundschule schreiben am Dienstag «Schöne Ferien!» auf eine Tafel in einem Klassenzimmer.

Beschäftigt in Tourismus und Landwirtschaft müssen in den Sommerferien auf ihre Familie verzichten.

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06. September 2018, 16:22 Uhr

Die Oppositionsparteien Linke und BMV im Landtag haben eine Verlängerung der Herbstferien gefordert, damit Beschäftigte in Tourismus und Landwirtschaft nach der Saison gemeinsam mit ihren Kindern Urlaub machen können. Der bildungspolitische Sprecher der BMV, Bernhard Wildt, schlug vor, dafür die zweiwöchigen Winterferien zu verkürzen oder die drei einstmals beweglichen Ferientage an die Herbstferien anzuhängen. Diese waren vor einiger Zeit auf Brückentage nach Christi Himmelfahrt und um den Reformationstag festgelegt worden.

„In unserem Land sind Sommertourismus und Landwirtschaft wesentliche Wirtschaftsbereiche. In diesen Branchen sind Sommerferien für die Beschäftigten kaum möglich, so dass viele Familien auf gemeinsame Ferien von Eltern und Kindern verzichten müssen“, sagte Wildt. Gleichzeitig sei die Arbeitsbelastung im Sommer so hoch, dass viele nach der Sommersaison dringend eine Erholungspause bräuchten.

Die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg, forderte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) auf zu prüfen, welche kurzfristigen Änderungen möglich sind, um mit den ehemals flexiblen Ferientagen eine Verlängerung der Herbstferien zu ermöglichen. „So könnten die Familien der Beschäftigten in Tourismus und Landwirtschaft auch endlich gemeinsam Urlaub machen“, sagte sie.

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