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Theater-Freiluftsaison : Open-Air-Theater sind gefragt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Durchwachsenes Wetter drückte auf Usedom und Rügen die erhofften Besucherzahlen. Dagegen konnten das Piraten-Spektakel in Nordwestmecklenburg und die Müritz-Saga zulegen.

Die Freilufttheater-Saison in Mecklenburg-Vorpommern ist beendet. Am Sonnabendabend fielen die Vorhänge bei den Störtebeker-Festspielen und den Vineta-Festspielen in Vorpommern, dem Piraten-Open-Air in Grevesmühlen und bei der mittelalterlichen Müritz-Saga in Waren. Dabei haben die Veranstalter trotz des allseits regnerischen Sommers unterschiedliche Bilanzen gezogen.

Rund 351 000 Besucher und damit rund 6000 weniger als 2015 sahen die Störtebeker-Festspiele auf der Naturbühne Ralswiek auf Rügen. Trotzdem sei man mit dem Ergebnis zufrieden, hieß es nach starkem Beifall bei der Abschlussvorstellung. „Es war kein idealer Open-Air-Sommer“, sagte Intendant Peter Hick. Die Besucherzahlen hätten wegen des Wetters stark geschwankt. Dennoch schlössen die Störtebeker-Festspiele „im absolut dunkelgrünen Bereich“ ab.

Mit einem Besucherrekord von knapp 63 400 Gästen endete das Piraten-Open-Air in Grevesmühlen. Etwa sechs Prozent mehr Gäste als 2015 sahen die zwölfte Episode der „Schicksalhaften Begegnungen des Capt'n Flint“ mit dem Titel „Das Geisterschiff“, das in der Karibik des ausgehenden 17. Jahrhunderts spielte. Das actionreiche Familientheater wird vor allem von Feriengästen der mecklenburgischen Ostseeküste besucht. Es litt aber ebenfalls unter wechselhaftem Wetter. Nach Angaben einer Sprecherin regnete es bei 28 Vorstellungen und die Premiere hatte wegen eines Gewitters sogar abgebrochen werden müssen. Für 2017 sei das Stück „Exekution in Cartagena“ geplant.

Zu den Festspielen um die sagenumwobene Stadt Vineta auf der Insel Usedom kamen rund 16 500 Gäste und so rund 1500 weniger als im Vorjahr. Das durchwachsene Wetter habe sich an der Theaterkasse bemerkbar gemacht, hieß es in Zinnowitz. So seien an Schlechtwetter-Tagen vorbestellte Karten nicht abgeholt worden.

Mit der Resonanz des Publikums auf das Stück „Die Stadt der Diebe“ sei man sehr zufrieden. Der Mix aus fantastischer Sage und aktuell-politischen Bezügen sei sehr gut beim Publikum angekommen.

Die Freiluft-Aufführungen der mittelalterlichen Müritz-Saga konnten dagegen mehr Besucher anziehen als im Vorjahr. „Wir haben rund
19 100 Gäste, etwa 600 Besucher mehr als im Vorjahr“, sagte Intendant Nils Düwell gestern in Waren an der Müritz. „Wir sind sehr zufrieden.“ Die elfte Episode „Das Vermächtnis“ habe den Gästen über zwei Monate lang sehr gut gefallen.

Bei der Müritz-Saga wird das Leben im und nach dem Dreißigjährigen Krieg in Mecklenburg anhand von „Gut Warentin“ beschrieben. Für 2017 ist das Stück „Die Maske kehrt zurück“ geplant.

Bei den Störtebeker-Festspielen mit rund 120 Mitwirkenden kommt 2017 das Stück „Im Schatten des Todes“ auf die Bühne. Am Buch arbeiten der Intendant Hick und Tochter Anna-Theresa wieder gemeinsam. Die Hauptrollen übernehmen wieder Bastian Semm und Andreas Euler als Störtebeker und Goedeke Michels. Das Bühnenbild für das Stück mit der Hinrichtung Störtebekers auf dem Hamburger Grasbrook wird dafür komplett umgebaut. Bei den Vineta-Festspielen kommt das Stück „Das Vermächtnis der Wasserfrauen“ auf die Bühne.

 

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