Kultur : Open-Air-Land MV

Bastian Semm als Seeräuber Klaus Störtebeker auf der Naturbühne Ralswiek
Bastian Semm als Seeräuber Klaus Störtebeker auf der Naturbühne Ralswiek

In diesem Sommer mehr als eine Million Besucher erwartet. Angebote von Theater bis Rockmusik

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29. Mai 2017, 11:45 Uhr

Die „West Side Story“ mit Blick aufs Schweriner Schloss, Störtebekers Tod auf der Naturbühne Ralswiek auf Rügen, Abtanzen mit 40 000 Leuten beim Airbeat-One-Festival in Neustadt-Glewe: Musik- und Theaterfans können in diesem Sommer in Mecklenburg-Vorpommern voll auf ihre Kosten kommen. Mehr als eine Million Besucher ziehen die verschiedenen Festivals von Immergut bis zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern jedes Jahr an, wie der Landestourismusverband ausgerechnet hat. „Sie sind unverzichtbar für das Urlaubsland“, sagte Verbandssprecher Tobias Woitendorf. Die Saison hat am Wochenende im ausverkauften Schauspielhaus in Neubrandenburg mit dem Sommerspektakel „Die schöne Helena“ begonnen. Ein Überblick über Neues und Bewährtes:

Für das Indie-Rock-Festival Immergut in Neustrelitz werden jährlich 5000 Tickets verkauft. Da in diesem Jahr das legendäre „Fusion“-Festival auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz an der Seenplatte mit 70  000 Besuchern pausiert, dürfte das Elektromusik-Festival „Airbeat One“ in Neustadt-Glewe vom 13. bis 17. Juli die größte Musikparty des Sommers werden. Voriges Jahr strömten 40  000 Menschen auf das Gelände des Flugplatzes der Kleinstadt in der Nähe von Ludwigslust.

Nach mehrjähriger Pause spielt das Volkstheater Rostock wieder Sommertheater in größerem Stil in der Halle 207 der ehemaligen Neptunwerft. Drei Premieren sind angekündigt: die Uraufführung der Kriminaloper „La Signora Doria“ rund um einen Gesellschaftsskandal Anfang des 20. Jahrhunderts im Haus des Komponisten Giacomo Puccini. Das Ballettensemble steuert „Rock’n’Rostock“ bei und das Schauspiel mit „Moby Dick“ ein Kinderstück. Das Sommerprogramm startet am 10. Juni. „Hier wird dieses Jahr eine Lücke geschlossen“, lobte Tobias Woitendorf.

Neuland betritt der neue Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, Lars Tietje. Auf dem Alten Garten in Schwerin wird keine große Oper gespielt. Tietje hofft mit Leonard Bernsteins „West Side Story“ auf neue Besucher-Schichten. Verdis „Aida“ sahen im vergangenen Jahr nur noch knapp 27 000 Theaterfreunde. Vom 30. Juni bis zum 6. August sind 24 Vorstellungen „West Side Story“ geplant.

Die Störtebeker-Festspiele wurden im letzten Jahr als besucherstärkstes Theater-Open-Air Deutschlands von den Bad Segeberger Karl-May-Festspielen abgelöst. Doch 351 000 Zuschauer auf der Naturbühne in Ralswiek sind auch beachtlich. Am 24. Juni ist Premiere für das Jubiläumsstück „Im Schatten des Todes“, in dem der legendäre Pirat seinen Kopf verliert. Mit diesem Stück geht ein fünfteiliger Zyklus um das Leben des legendären Piraten zu Ende.

Die Müritz Saga in Waren an der Müritz bleibt ihrer Zeit treu und erzählt eine Geschichte aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Mehr als 60   000 Zuschauer peilen die Macher des Piraten Open Airs in Grevesmühlen an. Bei den Schlossgartenfestspielen in Neustrelitz wird die Johann-Strauss-Operette „Der Zigeunerbaron“ gegeben.

Die längste Tradition hat das Sommertheater der Landesbühne Anklam. Dieses Jahr gibt es im Theaterzelt „Chapeau Rouge“ auf Usedom 96 Vorstellungen. Vom 8. Juli bis 2. September wird außerdem bei den Vineta-Festspielen in Heringsdorf die Episode „Das Vermächtnis der Wasserfrauen“ gespielt.

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