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Mecklenburg-Vorpommern

17. Oktober 2017 | 06:08 Uhr

Online zum Job in Brandenburg

vom

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2012 | 09:55 Uhr

Potsdam | Per Internet wirbt das Land Brandenburg ab sofort um Fachkräfte und Rückkehrer. Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) schaltete gestern das "Fachkräfteportal Brandenburg" frei. Zuvor hatte er die Seite im Kabinett vorgestellt, wie die Staatskanzlei mitteilte. Ziel sei, Menschen aus anderen Bundesländern und dem Ausland anzuwerben sowie abgewanderte Brandenburger zurück in die Heimat zu holen.

"Um weiter voran zu kommen, brauchen wir Fachkräfte", sagte Baaske. Das neue Portal sei ein wichtiger Baustein dafür. Starke Potenziale sehe er bei den etwa 42 000 Brandenburgern, die zur Arbeit in andere Bundesländer pendeln. "Wir müssen alles dafür tun, dass sie hier auch Arbeit finden", sagte der Minister.

Das von Ministerium und Landesagentur für Struktur und Arbeit (LASA) gemeinsam mit einer Potsdamer Agentur entwickelte Portal ist den Angaben zufolge mit mehreren Tausend Stellenangeboten verknüpft. Derzeit können etwa 280 Unternehmen mit ihren Jobangeboten angeklickt werden. Hinzu kämen Offerten des Landes, der Arbeitsagentur und vom künftigen Hauptstadtflughafen. Zudem enthalte das Portal, das noch ausgebaut werde, 900 Links zum Leben und Arbeiten in Brandenburg, darunter Studienangebote und regionale Rückkehrer-Portale. Die Kosten von bisher 23 000 Euro wurden aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.

"Vor allem freuen wir uns auf Menschen, die nach Brandenburg zurück in ihre Heimat kommen wollen", sagt Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) in einer Videobotschaft auf dem Portal. Er verweist darauf, dass inzwischen mehr Menschen in die Mark kommen als das Land verlassen. Brandenburg biete zudem Chancen für Menschen aus anderen Staaten. Für internationale Interessenten ist das Welcome-Center auch auf Englisch und Polnisch eingerichtet.

Mit dem Portal will die Landesregierung nach eigenen Angaben insbesondere jüngere Menschen erreichen. Zwar hatte Brandenburg im Jahr 2011 überhaupt erst zum dritten Mal seit 2001 mehr Zu- als Auswanderer, der sogenannte Wanderungsüberschuss lag bei 1847. Bei den 17- bis 29-Jährigen sei er jedoch mit 7337 Menschen negativ. "Noch immer verlassen insbesondere junge Frauen das Land", sagte Baaske.

Die Liberalen im Landtag fordern ein breit angelegtes Konzept zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Dazu gehöre auch, die jungen Leute im Land zu halten, betont der wirtschaftspolitische Sprecher Raimund Tomczak. Die FDP sehe eine solide schulische und berufliche Ausbildung als Grundlage an, hieß es. Das Portal sei nur ein Instrument.

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