zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

17. Oktober 2017 | 10:01 Uhr

Ohne Zuschuss keine Brücke

vom

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2011 | 04:26 Uhr

Karstädt | Im Januar 2012 soll es eine Beratungsrunde zum Thema Bau einer zusätzlichen Querung der A 14 und ICE-Trasse in Höhe der Nebe liner Bahnsiedlung geben. Dazu verständigten sich am Donnerstag Abgeordnete der Gemeindevertretersitzung, Bürgermeister und Premslins Ortsvorsteher Dagobert Dahse. Letztgenannter übergab Udo Staeck auf der Sitzung 1242 Unterschriften und forderte die Abgeordneten auf, sich für die Schaffung einer solchen Querung einzusetzen. "Es ist die letzte Möglichkeit, der Teilung unserer Gemeinde auf unbestimmte Zeit entgegen zu wirken. Wir sollten aus den damaligen Fehlern lernen", betonte Dahse (der "Prignitzer" berichtete).

Knackpunkt für die Teilnehmergemeinschaft Karstädt für das Flurneuordnungsverfahren A 14, die Gemeinde, Deges, das Amt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung Neuruppin sowie einem Brückenplaner ist die Finanzierungsfrage. "Allein die reinen Brückenbaukosten schlagen mit zirka 1,6 Millionen Euro zu Buche, notwendig wäre eine Förderung von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro. Auch die umfangreichen Planungen gehen weit über das Normale hinaus, 100 000 Euro reichen da nicht aus", machte Birgit Römer vom Landesamt Neuruppin deutlich. Und stellte zugleich klar, dass über ihre Behörde keine Fördermittel kommen, da andere Maßnahmen als dringender eingestuft werden.

Auf der Suche nach Fördertöpfen

Bis 2013 stehe nur noch ein Budget von 14 Millionen Euro zur Verfügung. So seien 2012 allein 20 Wege- und Gewässerpläne umzusetzen. Zwar hat auch die Karstädter Teilnehmergemeinschaft für das Flurneuordnungsverfahren A 14 großes Interesse an einer Bahnquerung, doch sind die Kosten nicht ohne Fördermittel auf die Landeigentümer, Pächter und Landwirtschaftsbetriebe umlegbar. "Keiner wird 700 Euro pro Hektar für die Brücke zahlen wollen", meinte Birgit Frömer. Mit dem von der Teilnehmergemeinschaft überarbeiteten Wege- und Gewässerplan, für den die Flächeneigentümer einen Eigenanteil von 388 000 Euro aufzubringen hätten, würden zwar zwei ursprünglich geplante Brücken wegfallen, doch könne das eingesparte Geld nicht für die Bahnquerung umgelenkt werden, erklärte Frömer. Die Aussage der Deges als beauftragte Projektmanagementgesellschaft für die A 14 sei eindeutig: "Sachen, die nicht gebraucht werden, fallen weg, das Geld wird eingespart und ist nicht für andere Vorhaben zu verwenden."

"Wir sollten die Chance nutzen, doch müssen zuerst die Zahlen auf den Tisch. Ohne Förderung sind wir als Gemeinde nicht in der Lage, unseren Eigenanteil aufzubringen. Auf der Suche nach Fördermitteln muss der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, der auch handelndes Gremium sein sollte, die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit der Bahnquerung nachweisen", erklärte Staeck.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen