Badestrandtest: Ostseebad Warnemünde : Ohne zu zögern

Angelika Gorski vermietet seit neun Jahren 40 Strandkörbe in Warnemünde.
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Angelika Gorski vermietet seit neun Jahren 40 Strandkörbe in Warnemünde.

In Warnemünde gibt es feinen Sandstrand, eine „Blaue Flagge“ und Rentner, die für ihr Leben gerne schwimmen

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05. August 2016, 12:00 Uhr

Puhhh, endlich da. Mehr als eineinhalb Stunden bin ich gefahren. Von Schwerin nach Warnemünde. Ich parke auf dem Parkplatz an der Jugendherberge. Von hier ist es nur einen Katzensprung zum Meer. Einmal die Straße queren, den Strandaufgang herauf und schon bin ich da. Der Wind saust durch meine Haare, lässt mich ein wenig frieren. Denn: Heute sind es nur um die 20 Grad. Eigentlich kein richtiges Strandwetter – jedenfalls nicht für mich.

„Bei gutem Wetter ist hier jede Menge los, nicht wie heute“, beginnt Angelika Gorski das Gespräch mit mir. Sie vermietet seit neun Jahren 40 Strandkörbe am Warnemünder FKK-Strand. „Wir sind zufrieden“, fügt sie schnell hinzu. Sie habe viele Stammkunden, die bereits im Januar für den Sommer ihre Körbe reservieren. Viele wollen immer wieder die gleiche Korbnummer. „Die Gäste sind eben auch Gewohnheitstiere“, sagt die Strandkorbvermieterin lächelnd.

„Auch wir kommen jedes Jahr wieder her“, erzählt mir Petra Lichtenau. Die Rentnerin mietet allerdings keinen Korb, sie hat eine Luftmatratze dabei. Pustet sie auf. Streicht ein violettes Handtuch glatt und legt sich darauf. „Es ist hier sehr sauber und die Leute nett. Wir kommen gerne immer wieder“, schwärmt die 65-Jährige.

Die Rentnerin schwimmt für ihr Leben gerne. Sie lacht, als sie hört – und mir wahrscheinlich auch ansieht, dass ich eine kleine Frostbeule bin. „Man muss ganz schnell rein. Nicht lange zögern“, versucht sie mich zu ermutigen. Doch mit ihr kann ich nicht mithalten – sie ist schneller im Wasser, als ich überhaupt mit beiden Füßen drinstehe.

Das Wasser ist klar. Ich sehe keine Algen und auch nur vereinzelt Quallen. Kein Wunder – die Strände der Hansestadt Rostock wurden in diesem Jahr zum 20. Mal mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet. Sie ist eine besondere Auszeichnung für die Qualität von Badestellen und Sportboothäfen in ganz Deutschland.

Strandtest Ostseebad Warnemünde


Sandburg-Faktor

Burgen mit und ohne Wall lassen sich hervorragend am 17 Kilometer langen Strand von Diedrichshagen bis Rosenort bauen

Wellen-Faktor

Sie sind mächtig hoch – bei Wind.

Wassersport-Faktor

Jetski,  Sport- und Angelbootverleih

FKK-Faktor

Nudisten sind am FKK-Strand willkommen.

Badewannen-Faktor

Die Strände der Hansestadt Rostock wurden zum 20. Mal in Folge mit dem internationalen Umweltsymbol „Blaue Flagge“ für hervorragende Wasserqualität ausgezeichnet.

Mops-Faktor

Direkt im Ostseebad befinden sich keine Hundestrände. In Wilhelmshöhe Richtung Diedrichshagen und zwischen Höhe Düne und Markgrafenheide gibt es

hingegen Strandabschnitte für Vierbeiner.

Wellness-Faktor

1600 Strandkörbe

Sicherheits-Faktor

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bewacht die Strände.

Mülleimer-Faktor

Der Strand ist sauber

Dusch-Faktor

Die Sanitäranlagen am Strandaufgang 6 wurden erst 2004 eingeweiht – hier befinden sich zehn Toiletten, zwei Duschkabinen und zwei Wickeltische.

Im gesamten Seebadbereich gibt es 43 WC-Anlagen.

Hunger-Faktor

Einen Besuch wert sind der „Teepott“, und das Restaurant „Al Faro“.

Unterhaltungsfaktor

Es befinden sich ausreichend Spielplätze in der Umgebung. Außerdem kann man den Leuchtturm besichtigen.

Dicke-Marie-Faktor

Bleibt dick, keine Kurtaxe, außer für Hotelgäste: je nach Haupt- und Nebensaison, Standort der Unterkunft und Ermäßigungsberechtigung zwischen 1  und 2,25 Euro pro Person pro Tag

 

Und wo gehen Sie gerne baden? Schicken Sie uns Ihre Strandvorschläge mit Adresse, kurzer Beschreibung und gerne auch mit einem Bild an onlineredaktion@medienhausnord.de und wir ergänzen sie als Lesertipp in unserer Karte.

(Hinweis: unvollständige Vorschläge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Sammlung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Infos sind ohne Gewähr.)

>> Morgen im Badestrandtest: Dümmer See
 

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