Horse Agility : Ohne Strick und Gerte

Ohne Strick und ohne Gerte: Pferd beim Horse Agility auf einen Hindernis-Parcours
Ohne Strick und ohne Gerte: Pferd beim Horse Agility auf einen Hindernis-Parcours

Horse Agility ist die neue Trainingsmethode, bei der Pferde frei laufen

23-48119646_23-66107919_1416392375.JPG von
23. Juni 2018, 05:00 Uhr

Dass Hunde ohne Leine und nur auf Zurufe über Hindernisse springen, Slalom laufen oder durch Tunnel kriechen, ist bekannt. Doch dass das auch Pferde können, ist wohl vielen nicht bewusst. Horse Agility nennt sich die Sportart, bei dem die Tiere freilaufend Parcours absolvieren.

„Das Besondere an dieser noch jungen Trainingsmethode ist die Vielfältigkeit“, sagt Dagmar Fahnauer. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Töchtern leitet sie in Karstädt in der Prignitz den Pferdehof Prignitz Ponys Positiv. Horse Agility ist hier das zentrale Thema. Dabei handelt es sich um ein effektives Ganzkörpertraining für Pferde, erklärt Fahnauer: „Instabile und wacklige Geräte wie Turnmatten und Wippen stärken Gleichgewicht und schulen das Körpergefühl und die Koordination. Außerdem wird das Tier daran gewöhnt, auf ungewöhnliche Situationen gelassen zu regieren.“

Anders als bei Dressuren läuft der Trainer neben dem Pferd her, anstatt es zu reiten. So könnten auch alte Pferde oder auch kleine Ponys geschult werden, die für den Reitsport nicht mehr geeignet sind. Auf den Einsatz von Gerte und Strick wird dabei bewusst verzichtet. „Es ist eine gewaltfreie Ausbildungsmethode“, sagt Fahnauer. Die Pferde werden durch das sogenannte Klickertraining konditioniert. Jedes Mal, wenn sie etwas richtig machen, ertönt ein Klicken. Anschließend gibt es Leckerlis. „Pferde sind keine Nutztiere mehr, sondern ein Freizeitpartner“, so Fahnauer.

Prignitz Ponys Positiv leitet heute auf Schloss Neuhoff einen Agility Cup, an dem die Teilnahme frei ist. Ein Gewinner wird nicht gekürt. „Es geht um den Spaß an der Sache und den Austausch.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen