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Bund muss jedoch an Werftenfinanzierung arbeiten : Offshore- Windkraft im Aufschwung

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Das Dock von Nordic Yards wird derzeit von der Plattform Borwin Beta dominiert - bald kommt sie in einem Windpark zum Einsatz. Der maritime Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, besuchte gestern die Werft.

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erstellt am 02.Jul.2013 | 07:36 Uhr

Rostock | Der Rückstand beim Aufbau der Offshore-Windenergie in Deutschland kann nach Ansicht des maritimen Koordinators der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, aufgeholt werden. Bei Nordic Yards besichtigte er die kurz vor der Fertigstellung stehende Konverterplattform Borwin Beta für einen Windpark in der Nordsee. "Der Bund hat alle Rahmenbedingungen so aufgestellt, dass Offshore Wind wirklich eine Erfolgs geschichte wird."

Für Nordic Yards ist aber vor allem wichtig, dass der Bund die Energiewende weiter konsequent vorantreibt. "Wir wollen, dass die Bundesregierung an ihrem Plan festhält, bis 2030 den Energiemix auch aus viel Offshore-Wind zu speisen", sagte Werftsprecher Stefan Sprunk. "Diese Sicherheit muss es geben. Nur dann können sich Investoren auch an Plattformen, Windparks und Serviceschiffe, wie wir sie bauen, heranwagen und diese Pläne umsetzen."

Die Nordic Yards haben sich zu einem Anbieter von Spezialschiffen und Plattformen für die Offshore-Windindustrie gewandelt.

Bürgschaften des Bundes für die Werftenfinanzierung schloss Otto jedoch aus. "Die Bürgschaften sind im Prinzip Sache der Länder", betonte er. Gleichzeitig gab er zu, dass der Bund an der "Dauerbaustelle Werftenfinanzierung" zu arbeiten habe.

Scharfe Kritik an den Äußerungen Ottos übte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Schwerin. "Statt warmer Worte des Koordinators braucht MV konkrete Zusagen der Bundesregierung", sagte Jochen Schulte. Er warf der Bundesregierung vor, Chancen aus der Energiewende für die Schiffbaubranche zu verschlafen und mit ihrer Politik Investoren zu verunsichern.

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