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Darßer Ort: Hydraulikschlauch geplatzt : Öl-Panne bei Ausbaggerung des Nothafens

vom

Bei Baggerarbeiten am Nothafen Darßer Ort ist Öl aus dem Hydrauliksystem eines Baggers in die Ostsee gelaufen. Das Öl bildete einen 2,8 Kilometer langen und etwa 300 Meter breiten Film auf der Ostsee.

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2013 | 07:32 Uhr

Greifswald | Bei Baggerarbeiten am Nothafen Darßer Ort ist Öl aus dem Hydrauliksystem eines Baggers in die Ostsee gelaufen. Ein Hydraulikschlauch der Maschine war geplatzt. Das Öl habe einen 2,8 Kilometer langen und etwa 300 Meter breiten Film auf der Ostsee gebildet, erklärte gestern der Umweltverband WWF. Die Wasserschutzpolizei betonte jedoch: "Das Öl ist dort nur fleckenhaft verteilt und bedeckt nur etwa 30 Prozent der Wasserfläche. Es ist kein Ölteppich." Das meiste Öl sei an Bord geblieben, sagte Polizeisprecher Hartmut Richter.

"Wenn man schon in der Kernzone eines Nationalparks baggert, muss man höchste Sorgfalt walten lassen", kritisierte der Leiter des WWF-Ostseebüros, Jochen Lamp. Er forderte eine schnellstmögliche Beseitigung der Ölspuren. Darüber müssten die Umweltbehörden entscheiden, erklärte die Wasserschutzpolizei. Am Vormittag waren bereits Proben gezogen worden. "Das ausgelaufene Öl unterstreicht nur das Versagen der Landesregierung, was den Schutz des Nationalparks, aber auch das völlig unzulängliche Vorgehen zur Realisierung eines Liegeplatzes für den Seenotrettungskreuzer angeht", sagte der Grünen-Fraktionschef im Schweriner Landtag, Jürgen Suhr.

Das Oberverwaltungsgericht Greifswald kündigte unterdessen an, rasch über eine Beschwerde des Umweltverbandes BUND gegen die Ausbaggerung des Darßer Nothafens zu entscheiden. Nach Gerichtsangaben ist die Beschwerde des BUND gestern eingegangen. Land und Nationalparkamt hätten nun bis Freitag Gelegenheit zur Erwiderung. Danach werde der zuständige Senat beraten.

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