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Mecklenburg-Vorpommern Ziel für 2050 schon erreicht : Ökostrom-Produktion kräftig gestiegen

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Mecklenburg-Vorpommern kann seinen Strombedarf zu über 80 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen decken und hat damit das von der Bundesregierung für 2050 gesteckte Ziel schon erreicht.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 07:22 Uhr

Schwerin | Mecklenburg-Vorpommern kann seinen Strombedarf zu über 80 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wind oder Biogas decken und hat damit das von der Bundesregierung für 2050 gesteckte Ziel schon erreicht. Wie das Statistische Amt in Schwerin mitteilte, lag der Ökostrom-Anteil im Nordosten 2011 bei 80 Prozent, im Jahr 2012 laut einer Hochrechnung sogar schon über 90 Prozent. Bundesweit liegt der Ökostrom-Anteil bei etwa 23 Prozent.

MV produzierte 2012 rund 11 200 Gigawattstunden Strom, knapp zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Einen deutlichen Schub erfuhr die Solarenergie, die innerhalb eines Jahres um 79 Prozent auf 479 Gigawattstunden wuchs. Bei Biogas betrug der Zuwachs 34 Prozent auf 1714 Gigawattstunden. Größte Ökostrom-Quelle blieb mit 3406 Gigawattstunden Wind, das Plus von 6,6 Prozent ist aber eher verhalten. Im Vorjahr gingen 101 Windturbinen, 65 Biogas- und 2799 Fotovoltaik-Anlagen neu ans Netz. Die Ökostrom-Produktion im Land nahm damit um 15 Prozent zu.

Wichtigster einzelner Energielieferant blieb mit 3746 Gigawattstunden aber Steinkohle, deren Anteil - im Gegensatz zum Erdgas - sogar zulegte.

Die erneuerbaren Energien, die wegen der steigenden Strompreise nicht unumstritten sind, und der vergleichsweise geringe Eigenverbrauch machen MV inzwischen zum "Stromexporteur". Von den 2012 produzierten 11 229 Gigawattstunden wurden nur zwei Drittel im Land verbraucht. Knapp zwei Prozent beträgt der Anteil des Landes an der bundesweiten Stromproduktion. Beim Ökostrom allein liegt der Anteil bei 4,3 Prozent. Laut Landesenergiekonzept will MV - entsprechend seinem Flächenanteil - mittelfristig 6,5 Prozent des deutschen Stroms liefern.

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