NPD-Verbot hätte kaum Auswirkungen auf rechte Szene

svz.de von
15. Januar 2013, 06:36 Uhr

Waren/Anklam | Ein Verbot der NPD hätte auf die starke rechtsextreme Szene in Vorpommern kaum Auswirkungen. Darauf hat der Leiter des Regionalzentrums für demokratische Kultur in Anklam, Ingmar Dette, gestern am Rande eines Besuchs von US-Generalkonsulin Inmi Patterson in Waren hingewiesen. Patterson besuchte die RAA Mecklenburg-Vorpommern als Träger dieser Zentren in Anklam und Ludwigslust. Mecklenburg-Vorpommern habe in ländlichen Räumen eher ein Problem mit freien Kameradschaften, als mit der NPD, erklärte Dette. "Ein NPD-Verbot würde für Vorpommerns Verhältnisse nichts bedeuten." "Ein NPD-Verbot würde rassistische Meinungsbilder nicht unterbinden", ergänzte der Leiter des Regionalzentrums Westmecklenburg, Daniel Trepsdorf. Die Rechtsextremen hatten bei den vergangenen Wahlen in Westmecklenburg sowie im Süden Vorpommerns um Ueckermünde, Pasewalk und Anklam ihre höchsten Wahlergebnisse erzielt; die Stimmen reichten 2011 unter anderem zum erneuten Einzug in den Landtag.

Patterson, hat die Arbeit der Regionalzentren gestern gewürdigt. "Solange Mitarbeiter in solchen Zentren gegen Extremismus agieren, gibt es Hoffnung", sagte Patterson nach dem Besuch. Sie sei sehr enttäuscht gewesen, als die NPD 2011 wieder den Einzug in den Schweriner Landtag geschafft hatte.

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