Stralsund : NPD-Gegner von Polizei eingekesselt

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02. Mai 2017, 21:00 Uhr

Wurden Gegner des NPD-Aufmarsches am 1. Mai in Stralsund stundenlang und unverhältnismäßig in einem Polizeikessel festgehalten und an ihrem Recht auf eine Gegendemonstration gehindert? Das Bündnis Rostock nazifrei erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stralsunder Polizei. In einer Pressemitteilung des Bündnisses heißt es, dass mehr als 100 Gegendemonstranten, die mit dem Zug von Schwerin und Rostock nach Stralsund gekommen waren, von der Polizei auf dem Neuen Markt eingekesselt und mehr als acht Stunden festgehalten wurden. Dabei seien die NPD-Gegner durchsucht und fotografiert worden. Anschließend seien sie zum Bahnhof geleitet und in einem von der Bahn speziell bereitgestellten Zug nach Rostock gesetzt worden. „Das ist ein nicht hinnehmbarer Zustand“, kritisiert Torsten Sohn vom Bündnis Rostock nazifrei. Die Polizeiführung habe nicht das Recht, Gegendemonstrationen zu verhindern. Das Bündnis kündigte Strafanzeigen gegen die Polizei an.

Eine Anfrage unserer Redaktion bei der Stralsunder Polizei zu den Vorwürfen blieb gestern unbeantwortet, eine Sprecherin stellte eine Stellungnahme für den heutigen Tag in Aussicht.

In einer Pressemitteilung vom 1. Mai sprach die Polizei von einer größeren Menschengruppe auf dem Neuen Markt, die die NPD-Demonstration blockieren wollte und umstellt wurde. Einige Personen hätten Messer, Schraubendreher und Pyrotechnik mit sich geführt, so die Polizei.

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