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Hoffnung für Wismar und Warnemünde : Nordic vor Folgeauftrag

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Lichtblick im Dock: Nach dem vom Siemens-Konzern an Nordic vergebenen Bau von zwei Umformeranlagen für Offshore-Anlagen sucht der Konzern Werften für den Bau weiterer Plattformen.

Rostock | Lichtblick im Dock: Die Nordic-Werften in Wismar und Warnemünde können sich Hoffnung auf einen Folgeauftrag machen. Nach dem vom Siemens-Konzern an Nordic vergebenen Bau von zwei Umformerplattformen für Offshore-Anlagen sucht der Konzern Werften für den Bau von zwei weiteren Plattformen. Dafür sei Nordic nach wie vor im Rennen, sagte Siemens-Sprecher Lars Kläschen gestern. "Die Verhandlungen laufen." Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Siemens sei mit den Arbeiten für die beiden bereits bestellten Umformer stationen in Wismar und Rostock "sehr zufrieden". Der Technologiekonzern baut im Auftrag des Stromnetzbetreibers TenneT vier Stationen für den Anschluss von Windparks auf hoher See. Bei dem jetzt verhandelten dritten Auftrag - Projektname Sylvin - geht es um den Anschluss eines Windparks vor Sylt. Wie es hieß, steht eine Auftragsentscheidung unmittelbar bevor.

Die bereits im Bau befindlichen Plattformen sollen ab 2013 und 2014 den Strom von Windparks in der Nähe von Helgoland und Norderney an Land bringen. Mit einer weiteren Plattform soll unter anderem der nordfriesische Windpark Amrumbank-West angeschlossen werden, der ab 2015 rund 500 000 Haushalte in Deutschland mit Strom versorgen soll. Für eine Milliarde Euro baut Siemens mit dem italienischen Hersteller Prysmian, zu dem u. a. das Kabelwerk Schwerin gehört, eine Hochspannungsleitung von dem Windpark an die Küste, hatte Siemens im Sommer bekannt gegeben.

Ein drittes Plattform-Projekt könnte für den derzeit auf den Werften arbeitenden mehr als 900 Mitarbeiter für weitere Monate Beschäftigung sichern. Die beiden Siemens-Konverter stehen derzeit mit einem geschätzten Auftragswert von 460 Millionen Euro in den Auftragsbüchern. Noch sind die von Werfteigner Witali Jussufow in den letzten Monaten immer wieder angekündigten neuen Schiffbauaufträge u. a. für eisgängige Schiffe ausgeblieben. Nordic verhandele über mehrere Dutzend Angebote, teilte Werft-Sprecher Stefan Sprunk kürzlich mit. "Es gibt eine Vielzahl parallel laufender Projekte."

Siemens erweist sich indes nicht nur auf den Werften als einer der größten Auftraggeber im Land. 2011 habe der Konzern für rund 89 Millionen Euro bei Mittelständlern in MV eingekauft, erklärte Frank Haacker, Chef der Siemens-Niederlassung Rostock, gestern - neun Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig baut der Technologiekonzern sein Geschäft vor allem auf dem so genannten "grünen Markt" zur energetischen Sanierung von Gebäuden weiter ausgebaut. Der Bereich biete enorme Wachstumschancen, sagte Haacker. So seien beispielsweise zwei Alten-Pflegeheime des Diakoniewerk Kloster Dobbertin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit neuer Technik ausgerüstet worden und damit der Energieverbrauch um rund 50 Prozent gesenkt worden. Jetzt habe Siemens ein Vertrag für die energetische Umstellung von fünf weiteren Heimen erhalten. Siemens sei auch am Bau des Darwineum im Rostocker Zoo beteiligt, das mit energieeffizienter Technik ausgerüstet werden soll. Darüberhinaus bringe der Konzern neueste Medizintechnik in Klinken in MV. Nach Karlsburg werde derzeit die Helios-Klinik in Schwerin mit einer so genannten Hybrid-OP ausgerüstet. Mit der Technik seien absolut keimfreie Operationen bei gleichzeitigen bildgebenden Untersuchungen möglich. Insgesamt habe die Siemens-Niederlassung in MV in diesem Jahr rund 50 Millionen erwirtschaftet, sagte Haacker.

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erstellt am 15.Dez.2011 | 07:28 Uhr

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