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Mecklenburg-Vorpommern

26. September 2017 | 23:55 Uhr

Norden profitiert vom Exportgeschäft

vom

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erstellt am 12.Jun.2013 | 08:07 Uhr

Schwerin | Westmecklenburgs Unternehmen suchen neue Märkte: Der Außenhandel biete für die Unternehmen große Chance, erklärte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin, Hans Thon, gestern beim IHK-Jahresempfang vor 250 Gästen aus Wirtschaft und Politik in Schwerin. Nach den abgeschlossenen Auslandsgeschäften im ersten Quartal 2013 habe MV die Chance, an die guten Exportergebnisse der Vorjahre anzuknüpfen. 2011 waren Waren und Dienstleistungen im Wert von 7,2 Milliarden Euro ausgeführt worden. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ermunterte die Firmen, sich mehr mit innovativen Produkten auf internationalen Märkten zu präsentieren: "Viele Unternehmen bei uns im Land haben innovative Produkte, oftmals in hochspezialisierten Nischen, die auch den Wettbewerb auf internationalen Märkten nicht scheuen müssen - egal ob bei den erneuerbaren Energien, in der Medizintechnik, Biotechnologie, Umwelttechnik oder Ernährungswirtschaft." Die Landesregierung wolle mit der Förderung von Messen, Gemeinschaftsständen und gezielte Beratung helfen, den Markteintritt zu erleichtern.

Die Chancen stehen gut: Durch das Bevölkerungswachstum sei in den kommenden 20 Jahren weltweit mit einer Zunahme der Kaufkraft zu rechnen, sagte Prof. Thomas Straubhaar, Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts. Die Unternehmen müssten sich künftig noch stärker auf die Märkte in den Schwellenländern konzentrieren, wo die größten Nachholeffekte bei der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Konsum der Bevölkerungen erwartet werden. Daraus ergeben sich gerade für Norddeutschland mit seiner Agrarwirtschaft viele Chancen, sagte Straubhaar beim Jahresempfang.

Der könnte in dieser Form einer der letzten gewesen sein: Erstmals könnten die Kammern Schwerin und Rostock 2015 gemeinsam zum Wirtschaftsgipfel laden. Mit der Personalentscheidung zu Wochenbeginn, den stellvertretenden Kammerchef Jens Rademacher nur befristet bis zum Jahresende als amtierenden Hauptgeschäftsführer der IHK Rostock einzusetzen, hat die Vollversammlung der Küstenkammer den Weg für eine zügige Neugründung der beiden IHK Schwerin und Rostock freigemacht. Damit wolle Rostock ohne Vorgaben mit Schwerin über eine Neugründung einer gemeinsamen Kammer verhandeln, erklärte Kammer-Präsident Claus Ruhe Madsen gegenüber unserer Zeitung. Mit der befristeten Personalentscheidung sollten keine weiteren Steine für die anstehenden Verhandlungen in den Weg gelegt werden. "Wir wollen damit verdeutlichen, dass uns die Neugründung am Herzen liegt", sagte Madson. Rostock sei bereit, ab 2015 in einer neuen, gemeinsamen Kammer die Interessen der Unternehmern zu vertreten. Angesichts der für 2014 anstehenden Kammerwahlen solle nun ausgelotet werden, ob im kommenden Jahr bereits gemeinsame Wahlen zum Parlament der Wirtschaft durchgeführt werden könnten, sagte Madson. Für den Fall müsse bis Ende 2013 allerdings eine Einigung erzielt werden. Andernfalls würde sich der Prozess möglicherweise um Jahre verschieben und müsse Rostock 2014 neue Personalentscheidungen treffen. Madson kündigte für Anfang August Gesprächen beiden Vollversammlungen in Rostock an.

Die dritte IHK im Land in Neubrandenburg wird indes weiter eigenständig bleiben. Es gelte der Beschluss, die östliche Wirtschaftskammer zu erhalten, sagte der am Montag neu gewählte Präsident Walter Kienast gestern. Allerdings versperre man sich keinen Gesprächen. Kienast: "Wenn es etwas zu verbessern gibt, sollte man darüber reden."

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