Ökokonten-Kompensation : Nord Stream 2 will Ökopunkte erwerben

Ein Mitarbeiter prüft  tonnenschwere Rohre für die Ostsee-Erdgastrasse Nord Stream 2 im Hafen von Sassnitz-Mukran.

Ein Mitarbeiter prüft  tonnenschwere Rohre für die Ostsee-Erdgastrasse Nord Stream 2 im Hafen von Sassnitz-Mukran.

Gazprom-Tochter beantragt Umweltmaßnahme als Ausgleich für den Bau der Ostseepipeline.

von
05. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 hat als Ausgleich für den Bau der umstrittenen Ostseepipeline eine weitere Umweltmaßnahme beim Bergamt Stralsund beantragt. Nord Stream 2 will eigenen Angaben zufolge „im Bedarfsfall“ Punkte der als Ökokonto anerkannten Renaturierung der Fischlandwiesen erwerben. Dieser Antrag sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls die Genehmigungsbehörden zusätzlich zu den bislang beantragten Maßnahmen noch Ausgleichbedarf sehen, sagte ein Sprecher von Nord Stream 2 am Montag.

Den Antrag auf Erwerb von Ökopunkten - und damit die anteilige Finanzierung einer bereits durchgeführten Naturschutzmaßnahme - hatte Nord Stream 2 am 30. November gestellt, nachdem Umweltverbände rechtliche Bedenken gegen den zuletzt beantragten Umweltausgleich erhoben hatten. So hatte der WWF ein Rechtsgutachten gefordert, um zu klären, ob die von Nord Stream 2 vorgeschlagenen Zusatzfiltrationen in Klärwerken überhaupt als Kompensationsmaßnahmen anrechenbar sind.  Auf Fischland-Darß hatte die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern rund 218 Hektar ehemalige Polderflächen renaturiert. Es wurden Flächen ausgedeicht und Priele geschaffen, damit dort wieder eine ursprüngliche Salzgraslandschaft entsteht. Die Maßnahme ist als sogenanntes Ökokonto anerkannt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen