Putbus : Noch keine „Rosenstadt“

Rosendoktor Gerhard Prill bei der Arbeit
Rosendoktor Gerhard Prill bei der Arbeit

646 Stammrosen sind nicht genug: Putbus scheitert im ersten Anlauf bei Anerkennung – und bessert nach.

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18. November 2015, 18:20 Uhr

Die ehemalige Fürstenstadt Putbus auf der Insel Rügen darf sich zunächst nicht mit dem Titel „Rosenstadt“ schmücken. Die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde in Baden-Baden hat der Stadt nach einer Inspektion vor Ort eine Absage erteilt. Beanstandet wurde unter anderem, dass in Putbus bereits veredelte Rosen nochmals veredelt worden seien und dass es neben den Stammrosen kaum Strauch- oder Kletterrosen gebe, sagte die Geschäftsführerin Elke Gottschall. Zudem müsse der Pflegezustand der Rosenbeete am Bahnhof verbessert werden.

Gottschall sagte aber weiter, dass nach der Abarbeitung der Kritikpunkte eine Anerkennung im kommenden Jahr möglich sei. „Die Kommission war schon beeindruckt von dem, was sie gesehen hat.“ Die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde als Fachgesellschaft verleiht den Namen nach strengen Kriterien. Deutschlandweit tragen 16 Kommunen den von der Gesellschaft verliehenen Namenszusatz. Allerdings ist der Name nicht geschützt.

In Putbus will man sich von der Nachricht aus Baden-Baden nicht entmutigen lassen. „Wir bleiben dran“, sagte Bürgermeister Harald Burwitz (FDP). In der kommenden Stadtvertretersitzung soll das weitere Vorgehen besprochen werden.

Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus soll – als er die Stadt vor 205 Jahren gründete – verfügt haben, dass die Häuser stets schneeweiß gestrichen und vor den Fassaden Rosen gepflanzt werden sollen. Zum 232. Fürstengeburtstag im August wurde eine neugezüchtete Rose auf den Namen „Putbus“ getauft. „Rosendoktor“ Gerhard Prill und sein Team kümmern sich seit Jahren ehrenamtlich um die 646 Stammrosen. Vom Förderverein Residenzstadt und Schlosspark Putbus und Rosendoktor Prill kamen bereits Vorschläge, wie die Kritikpunkte abgearbeitet werden könnten.

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