Wünschewagen Rostock : Noch einmal das Meer sehen

Der 80-jährige Helmut, seine Tochter Barbara und Enkeltochter Anna waren gestern bei der Einweihung des zehnten „Wünschewagens“ des Arbeiter-Samariter-Bundes in Warnemünde dabei.   Fotos: jens Büttner
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Der 80-jährige Helmut, seine Tochter Barbara und Enkeltochter Anna waren gestern bei der Einweihung des zehnten „Wünschewagens“ des Arbeiter-Samariter-Bundes in Warnemünde dabei. Fotos: jens Büttner

„Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes ermöglichen letzten Ausflug

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08. Juni 2017, 20:00 Uhr

Noch einmal gemeinsam an die Ostsee fahren – das war der letzte Wunsch der 77-jährigen Waltraut aus Schwerin. Und so fuhr sie gemeinsam mit ihrem Mann Helmut, Tochter Barbara und Enkeltochter Anna (Foto) nach Warnemünde – im „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Mit den Transportern bringt die Hilfsorganisation Sterbende ein letztes Mal an ihren Wunschort.

Der erste Wünschewagen sei 2014 im Ruhrgebiet eingeweiht worden, sagte ASB-Sprecherin Hilke Vollmer. Seitdem hätten die Fahrzeuge deutschlandweit rund 460 Fahrten absolviert. ASB-Präsident Franz Müntefering weihte gestern am Warnemünder Leuchtturm den bundesweit zehnten „Wünschewagen“ ein. Das neue Fahrzeug wird in Rostock stationiert sein.

Finanziert würden die jeweils rund 100 000 Euro teuren Fahrzeuge vom ASB-Bundesverband und aus Spenden, erklärte die Sprecherin. Die Teams aus Fahrern, Sanitätern und Palliativmedizinern arbeiten ihr zufolge ehrenamtlich. Der Transport sei kostenlos. Eine Wunschanfrage kann über die Internetseite wuenschewagen.com gestellt werden.

Müntefering übernahm gestern die Schirmherrschaft über das Gesamtprojekt. Die „Wünschewagen“ seien Teil der Palliativ- und Hospizarbeit des ASB, sagte er. In einer alternden Gesellschaft sei es wichtig, das letzte Stück Leben zu begleiten und es so gut wie möglich zu gestalten.

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