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Winstongolf in Vorbeck : "Noch besser als vergangenes Jahr"

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Wer bei der Platzierung ganz vorne landen will, muss hier spielen, erklärt Erwin Langer, Bruder von Deutschlands Golf-Ikone Bernhard Langer. Denn nur die British Open ist besser dotiert als das Turnier in Vorbeck.

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erstellt am 11.Jul.2013 | 12:10 Uhr

Schwerin | "Nur die British Open ist besser dotiert als das Turnier hier in Vorbeck. Eine hohe Dotierung bedeutet gleichzeitig, dass hier viele Punkte für die Gesamtwertung verteilt werden. Wer also Ambitionen hat, dort weit vorne zu landen, muss hier spielen!" So einfach und logisch erklärt Erwin Langer, Bruder von Deutschlands Golf-Ikone Bernhard Langer, eine Aussage, die er wenige Minuten vorher getätigt hatte: "Wir arbeiten daran, dass alles, was Rang und Namen hat auf der European Senior Tour, hier antritt. Ich gehe davon aus, dass das Starterfeld noch besser sein wird als vergangenes Jahr!"

Wenn auch die Meldeliste noch fast einen Monat offen ist, so zeichnet sich doch jetzt schon ab, dass der Mit-Inhaber von "Langer Sport Marketing" keineswegs übertreibt. Angeführt von Vorjahressieger Terry Price aus Australien und dem dreifachen Gesamtsieger der Serie, dem früheren schottischen Kapitän des europäischen Ryders-Cup-Teams Sam Torrance, werden vom 6. bis 8. September zahlreiche Stars der 80er und 90er in Vorbeck vor den Toren Schwerins an den Abschlag gehen. Und wie im Vorjahr, haben betuchte und ambitionierte Amateure aus der Region die Chance, an den ersten beiden Turniertagen mit den "gereiften" Professionals die 6238 Meter lange Par-72-Runde zu absolvieren. Das Paket inklusive Übernachtung, VIP-Eintritt am Finaltag und zwei Plätzen beim Siegerehrungs-Bankett gibt es für 1000 Euro. Der Reinerlös dieser Aktion wird wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt.

"Diese ,ProAm genannte Variante hat für allen Beteiligten eher angenehme Seiten", beschreibt Erwin Langer. "Die Senioren freuen sich, dass sie wettbewerbsmäßig spielen können und sind im Umgang mit den Amateuren meist sehr kommunikativ. Und für die Amateure ist es gut, zu sehen, wie hart die Arbeit eines professionellen Golfers ist." Eine gravierende Einschränkung für die Bewerbung auf einen dieser Plätze gibt es aber dann doch noch: "Wir legen schon Wert darauf, dass ein solcher Spieler mindestens Handycap 18 hat", sagt Jenny Elshout. Das bedeutet, dass man normalerweise jedes Loch mit einem Schlag mehr als dafür vorgegeben absolviert. "So haben dann alle Seiten ihren Spaß am Spiel, wenn die Unterschiede nicht so gravierend sind", ergänzt die WINSTONgolf-Direktorin.

Abgesehen vom sportlichen Reiz der Veranstaltung, die im vergangenen Jahr noch als "Pon Senior Open" firmierte, hoffen die Verantwortlichen auch da rauf, dass das Turnier dem Golfsport im Nordosten einen weiteren Schub verleiht. "Auch durch die Umbenennung in ,WINSTONgolf Senior Open wird der regionale Bezug deutlich erhöht. Dadurch wird auch eine große Öffentlichkeit auf den Golfsport aufmerksam", betont Rüdiger Born, der Präsident des Golfverbandes Mecklenburg-Vorpommern. "Unser Verband hat in den vergangenen Jahren stets vierstellige Zuwachsraten, wir liegen derzeit bei 16 000 Mitgliedern, davon rund 50 Prozent aus anderen Bundesländern. Und 50 Prozent aller Runden, die auf den 16 Golfanlagen unseres Bundeslandes mit insgesamt 22 Plätzen gespielt werden, werden von Touristen gespielt. Das ist auch durchaus so beabsichtigt, wir sehen das auch durchaus durch die wirtschaftliche Brille. Denn so wird aus der Urlaubsregion Mecklenburg-Vorpommern vielleicht bald die Golfregion Mecklenburg-Vorpommern. Und auch die Tatsache, dass hier im Herbst noch die Journalisten-Europameisterschaft ausgetragen wird, bedeutet einen weiteren Schub für uns." Genaue Zahlen, wieviele Übernachtungen durch die auswärtigen Spieler im Jahr verzeichnet werden, konnte Born allerdings nicht machen. "Dafür brauche ich belastbare Daten, und die liegen mir nicht vor."

"Belastbare Daten" konnte auch Erwin Langer nicht vorlegen, als er nach einer erneuten Teilnahme seines Bruders gefragt wurde. "Im vergangenen Jahr hat Bernhard im letzten Turnier den Gesamtsieg der US-Serie verloren. Deshalb hat die für ihn in diesem Jahr absoluten Vorrang. Wir müssen sehen, wie die Gesamtwertung vor den letzten beiden Turnieren in den USA aussieht. Erst dann kann er entscheiden, ob er es sich erlauben kann, hier zu starten."

Aber er träumt auch noch davon, einen ganz berühmten Sportler nach MV zu holen. "Ian Woosnam wäre einer", rutschte im während der Pressekonferenz heraus. "Oh, jetzt habe ich schon mehr gesagt, als ich wollte…" Ob der einstige Weltranglistenerste aus England nun kommt oder nicht: Mit 10 Euro für die Tages- und 25 für die Wochenendkarte (im Vorverkauf günstiger) sind die Eintrittspreise durchaus moderat.

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