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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 10:41 Uhr

Noch 35 Tage bis zur Eröffnung

vom

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erstellt am 04.Aug.2012 | 12:59 Uhr

Südstadt | Ein Deinonychus regt sich zwischen Farn, Geröll und Bäumen, wirkt geradezu lebensecht. Der zweibeinig laufende, Fleisch fressende Dinosaurier entführt den Betrachter in eine Zeit, die 200 Millionen Jahre zurückliegt. "Willkommen im Erdzeitalter", sagt Zoodirektor Udo Nagel. Der Dinosaurier steht in einem abgetrennten fertigen Raum in einer riesigen Baustelle. In 35 Tagen wird das Darwineum mit seiner großen Evolutions-Ausstellung eröffnet.

Denn das millionenschwere Großprojekt des Zoos wird nicht nur eine Unterkunft für Affen. Rund 40 Wirbeltierarten, Insekten, Medusen und Stachelhäuter werden dort ihren Platz finden. Sie werden zusammen mit den aufwändigen Modellen gezeigt. "Hier entsteht ein riesiges biologisches Lehrkabinett, das die kulturelle Entwicklung des Menschen deutlich macht", sagt Kurator und Biologe Frank Fuchs. Er kümmert sich um den Bildungsaspekt im Darwineum.

Die Besucher werden am 8. September im Eingangsbereich von den Galapagos-Riesenschildkröten begrüßt und folgen einem Zeitstrahl, der sie in einzelne Themenkojen führt. Diese zeigen die Entstehung des Lebens mit Uratmosphäre, Konstruktionsprinzipien von Lebenwesen wie Skorpionen vor einem Aquarium von Lanzettfischen oder auch, wie das erste Leben an Land aussah.

"In den Kojen verschmelzen museale und zoologische Ausstellung miteinander", sagt Fuchs. Das sei Merkmal des Darwineums: die Kombination von lebenden für die Evolution wichtigen Tieren mit der Nachgestaltung der Zeitalter. Ein lebendes Highlight wird auch Europas größter Quallenkreisel. Zu den Modellen gehört auch ein Anomalocares. Vor 500 Millionen Jahren war er das erste große Raubtier, erinnert an ein riesiges Insekt. Es wurde aufwändig in unzähligen Arbeitsstunden von Präparator Jörg Ohlenbusch gestaltet. Zusammen mit einem Kollegen hat er jahrelange Erfahrung im Theaterbau und stellt hochwertige Modelle her, die nicht wie in anderen Einrichtungen hinter Glas verschwinden.

Konzipiert hat die Ausstellung das Atelier Büttner aus Stuttgart. "Uns ist es wichtig, den Raum als Ganzes zu betrachten, dass man den Zuschauer wie ins Kino führt", sagt Bernd Möller vom Atelier. Er will ein besonderes Erlebnis schaffen. Gefördert wurde die Ausstellung von der Ostdeutschen Sparkassen-Stiftung. Wir haben uns anstecken lassen von der Idee, hier in Rostock einen international einzigartigen Ort zu schaffen", sagt Stiftungsvorstand Claus Friedrich Holtmann.


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