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Bundestagswahl 2017 : Noch 33 Tage bis zur Wahl

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Aus der Onlineredaktion

57 Kandidaten bewerben sich in Mecklenburg-Vorpommern um sechs Direktmandate für den Bundestag

von
erstellt am 22.Aug.2017 | 11:55 Uhr

Die Einspruchsfristen sind abgelaufen. Die 57 Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 in Mecklenburg-Vorpommern stehen damit endgültig fest. Etwa 1,3 Millionen Wahlberechtigte im Land sind aufgerufen, sich am 24. September für einen Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis zu entscheiden. Sechs Kandidaten werden danach direkt in den Bundestag einziehen. Etwa die gleiche Anzahl von Bewerbern bekommt ein Bundestagsmandat über die Kandidatenlisten der Parteien.

Wahlkreis 12, Schwerin, Ludwigslust und Hagenow. „Hier hat der CDU-Bewerber Dietrich Monstadt nach dem Ausscheiden von Manuela Schwesig gute Chancen“, meint Jan Müller, Politologe an der Universität Rostock. Die SPD-Politikerin hatte im Juni die Kandidatur für den Bundestag in diesem Wahlkreis zurückgegeben, weil sie den erkrankten Ministerpräsidenten Erwin Sellering (SPD) im Regierungsamt ersetzte und damit von der Bundes- in die Landespolitik wechselte. Die nachnominierte langjährige SPD-Landtagsabgeordnete Martina Tegtmeier wird es schwer haben, denn Monstadt hatte bereits 2009 und 2013 das Direktmandat geholt.

Wahlkreis 13, Nordwestmecklenburg, Wismar und Parchim. Ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Karin Strenz (CDU) und Frank Junge (SPD) sagt der Rostocker Politologe voraus. „Beide sind vor Ort engagiert und gut vernetzt.“

Wahlkreis 14, Rostock und Umgebung. Hier hat sich die Linke viel vorgenommen und ihren Bundestagsfraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch aufgestellt. Bereits bei der Bundestagswahl 2009 hatte die Linke den Wahlkreis mit ihrem Kandidaten Steffen Bockhahn erobert. Der unterlag vier Jahre später allerdings dem CDU-Bewerber Peter Stein, der im September sein Direktmandat verteidigen will.

Wahlkreis 15, Rügen, Stralsund und Greifswald. An der Küste tritt die Kanzlerin Angela Merkel an. 2013 holte sie 56,2 Prozent. Alle anderen Bewerber blieben da unter 20 Prozent. Gegen eine Wiederholung hat vor allem die AfD etwas und schickt mit ihrem Landesvorsitzenden Leif-Erik Holm ihr vermeintlich bestes Pferd im Land von Schwerin nach Nordvorpommern. Eine Kanzlerin sorgt schließlich für Aufmerksamkeit und davon will im Wahlkampf nicht nur die AfD, sondern auch die NPD profitieren. Für die Rechtsextremen kämpft der ehemalige Fraktionsvorsitzende Udo Pastörs in Stralsund, der bekanntlich in Lübtheen – im ganz anderen Teil des Landes – wohnt.

Wahlkreis 16, Usedom, Anklam und Neubrandenburg. Namhafte Kandidaten? Fehlanzeige. Die bekanntesten sind der AfD-Landtagsabgeordnete Enrico Komning und der erst 24-jährige CDU-Bewerber Philipp Amthor. „Hier hat die AfD durchaus Chancen“, meint Jan Müller.

Wahlkreis 17, Neustrelitz, Waren und Güstrow. Eckhardt Rehberg holte 2013 hier mit bemerkenswerten 47 Prozent das Direktmandat. Für den 24. September ist er der klare Favorit, auch wenn Heidrun Bluhm (Linke) und Jeannine Pflugradt (SPD) über Bundestagserfahrung verfügen.

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