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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 10:39 Uhr

Nicht mehr ganz so „hautnah"?

vom

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2012 | 11:01 Uhr

Perleberg/Berlin | Das Fanprojekt "Hertha hautnah", einst mit attraktiven Veranstaltungen und viel Öffentlichkeitsarbeit aus der Taufe gehoben und beworben, scheint in eine Art Winterschlaf gefallen zu sein. Allerdings einer, der schon etwas länger anhält. In der Tat, das bestätigen sowohl der Mitarbeiter in der Perleberger Hertha-Kontaktstelle und eine Sprecherin des Berliner Fußballclubs, habe die Zeit in der zweiten Fußball-Bundesliga da eine Lücke gerissen. Im Sommer 2010 stieg die Hertha ab - konnte aber im Sommer vergangenen Jahres bereits wieder in die Premiumklasse aufsteigen.

Die Stadt Perleberg und die Rolandschule sind offizielle Partner im Fanprojekt. Es habe in der Natur der Sache gelegen, dass mit dem Abstieg in die zweite Liga auch das öffentliche Interesse zurückgegangen sei, sagt der Perleberger Hertha-Botschafter, Martin Sengebusch. "Die Projekte sind aber weiter gelaufen, wenn auch nicht so intensiv, wie das vorher der Fall war", sagt er und zählt verschiedene Beispiele auf: Hertha-Fantreff im Vereinshaus des SSV-Einheit, Hertha-Kontaktbüro im "Effi", Fanexpress, der zu jedem Heimspiel fährt und im Kontaktbüro koordiniert wird, Botschaftertreffen aller Partnerstädte, Hertha-Preisskat und das alljährliche Kicker-Turnier, das auch demnächst wieder ins Haus stehe. "Im August vergangenen Jahres fuhren zudem beispielsweise über 100 Perleberger zur Begegnung Hertha BSC-Real Madrid ins Olympiastadion." Eine gute Sache sei überdies der Infostand, den die Partnerstädte in jeder Saison zu den Hertha-Heimspielen im Atrium des Stadions aufbauen können. "Das ist jetzt in der zweiten Halbserie wieder geplant - in der Hinrunde kam Perleberg aus terminlichen Gründen nicht zum Zuge", berichtet Martin Sengebusch. Dort präsentiere die Rolandstadt nicht nur ihre eigenen kulturellen und touristischen Angebote, sondern die ganze Region.

Öffentlichkeitswirksame Aktionen für die Perleberger liegen allerdings schon länger zurück. Maskottchen Hertinho beispielsweise kam, außer zur Ernennung der Rolandschule als Partnereinrichtung, auch noch zum Stadtfest, ward dann aber nicht mehr hier gesehen. Prominente Fußballer, entweder als Akteure auf dem Sportplatz in Perleberg oder einfach nur zum Anfassen vor Ort - in den vergangenen Jahren Fehlanzeige.

Wenn sich die Hertha in der 1. Fußball-Bundesliga konsolidieren sollte, könnte es mit dem Hautnah-Projekt nur bergauf gehen. Leider war vom Fußballclub selbst kein Statement zu diesem Thema zu bekommen.


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