Forderung : Neugründung des Landesheimatverbandes

Der insolvente Landesheimatverband sollte neu gegründet werden. "Die vorhandenen Strukturen sollten nicht zerschlagen werden. Die Stadt Dömitz ist von der Pleite des Verbandes direkt betroffen.

von
22. Mai 2012, 12:05 Uhr

Schwerin | Der insolvente Landesheimatverband sollte nach Ansicht von Präsidiumsmitglied Renate Vollbrecht neu gegründet werden. "Es muss einer die Fäden in der Hand halten, die Förderung bündeln", sagte die Dömitzer Bürgermeisterin am Montag. "Die vorhandenen Strukturen sollten nicht zerschlagen werden." Die Stadt Dömitz ist von der Pleite des Verbandes direkt betroffen. Die 8. Norddeutschen Tage an der Elbe, ein Festival der niederdeutschen Sprache und Musik, können am kommenden Sonntag auf der Festung Dömitz möglicherweise nur mit abgespeckten Programm stattfinden.

Sie habe kurzfristig beim Bildungsministerium in Schwerin 10 000 Euro Fördermittel beantragt, sagte Vollbrecht. "Wenn wir das Geld bekommen, kann das viereinhalbstündige Programm im vollen Umfang stattfinden." Andernfalls müsse es auf drei Stunden gekürzt werden. Die Fritz-Reuter-Festspiele am 16. und 17. Juni in Stavenhagen sind nach Angaben von Bürgermeister Bernd Mahnke nicht gefährdet.

Das Präsidium des Landesheimatverbandes kommt am Donnerstag in Schwerin zusammen, um über die Zukunft zu beraten. Am vorigen Freitag hatte Präsident Horst Wernicke Insolvenzantrag beim Amtsgericht Schwerin gestellt. Nach Vorwürfen der Misswirtschaft hatte das Bildungsministerium die Fördermittel für dieses Jahr nicht freigegeben. Damit war der Verband zahlungsunfähig.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen