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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 11:45 Uhr

Neugier gehört zum Job des Reporters

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2012 | 08:29 Uhr

Mestlin „Zisch“, das ist die Abkürzung für Zeitung in der Schule und ist das derzeitige Projekt unserer Zeitung. Daran sind auch die Mestliner Grundschüler aus der vierten Klasse aktiv beteiligt. Täglich studieren sie gemeinsam die Zeitung, insbesondere den Lokalteil und die Kinderseite Zett. Ganz besonders gerne mögen sie die Horoskope und testen, ob sie an dem Tag auch zutreffen.

„Wir wollen durch dieses Projekt unsere Schüler an das Zeitungslesen heranführen, manche haben da erheblichen Nachholebedarf und es bildet nebenbei auch das flüssige Lesen“, sagt die Klassenleiterin Anja Siemhs. Außerdem werden die Kinder mit vielen unterschiedlichen Themen wie Politik, Natur und Umwelt sowie Kunst und Kultur konfrontiert. Siemhs hat in den vergangenen Tagen gemeinsam mit den Kindern ausgiebig die SVZ studiert. Dazu gehörte nicht nur das Lesen der Artikel, die Lehrerin erklärte ihnen auch den Aufbau der Zeitung, vom Mantelteil über den Lokalteil bis hin zu den Beilagen zum Sport oder zum Wochenende. Diese verschiedenen Teile nennt man Bücher, wissen die Kinder bereits. Auch dass der obere Teil einer Zeitungsseite der Kopf und der untere der Keller ist, ist bekannt.

Aber wer schreibt nun die Artikel, wie lange dauert so etwas, was benötigen Reporter als Ausrüstung und wie kommt man an Themen? All das sind Fragen, die sie beantwortet haben wollten und so luden sie sich den SVZ-Mitarbeiter Michael-Günther Bölsche ein.

Nach der kurzen persönlichen Vorstellung des Reporters ging es um die Frage, was ein Reporter braucht. Klar, Computer, Fotokamera, Notizblock waren schnell genannt.
Aber das sind Werkzeuge. Manuel aus der Mittelreihe wies auf etwas Entscheidendes hin. „Ideen braucht ein Reporter“, meinte er als Einziger. Und in der Tat, ohne eigene, kreative Ideen fehlen einem die Themen. Und noch eine wichtige Eigenschaft erarbeiteten sich die Schüler: „Eine gesunde Portion Neugier gehört dazu und keine Angst, fremde Leute auszufragen“, meinten sie.

Aber die Mestliner Kinder wollen nicht nur Konsumenten sein, sie wollen sich aktiv beteiligen und wer weiß, vielleicht erscheint demnächst ein Text von ihnen auf dieser Seite. Zu Anfang vielleicht ein Text zu der Rubrik „Ich sag mal…“ auf der Kinderseite Zett. Aber es ist nicht einfach, seine Meinung in ein oder zwei Sätzen zu schreiben. Auch aus dem täglichen Schulleben wäre ein Beitrag denkbar. Doch was muss so ein Artikel enthalten? Auch hierzu gab der Reporter Antwort und verwies auf die bekannten „Ws“. Die Wörter mit einem W am Anfang lauten: Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Warum und mitunter auch noch die Frage woher. Sie sind die wichtigsten Fragen eines Reporters und sollten in einem Artikel beantwortet werden. Mit dieser Erkenntnis wollen nun die Mädchen und Jungen versuchen, Artikel zu schreiben und die besten wollen sie dann einsenden. Vielleicht sogar selbst in die Zeitung setzen? Bei einem Besuch in der Lokalredaktion könnte sogar das möglich werden.

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