Neun Hektar moderne Architektur im Nordwesten geplant : Neues Wohnen am Lankower See

Das Wohngebiet wird von kubischen Häusern mit Flachdächern und Klinkerfassaden geprägt. So sehen es die Pläne vor. MKK
Das Wohngebiet wird von kubischen Häusern mit Flachdächern und Klinkerfassaden geprägt. So sehen es die Pläne vor. MKK

Schwerin entwickelt ein neues Baugebiet für Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie kleinere Gewerbe - idyllisch eingebettet am Nordwest-Ufer des Lankower Sees. Die Entwürfe des Planungsbüros muten modern an.

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17. Oktober 2011, 07:21 Uhr

Lankow | Schwerin entwickelt ein neues Baugebiet für Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie kleinere Gewerbe - idyllisch eingebettet am Nordwest-Ufer des Lankower Sees. Die Entwürfe des Planungsbüros Mikolajczk-Kessler-Kirsten (MKK) muten modern an: Kubische Häuser mit zwei bis drei Geschossen, Flachdächern und "regionaltypischem" rotem oder schwarzem Klinker. So steht der moderne Entwurf für das neun Hektar große Gebiet südlich der Gadebuscher Straße in einem architektonischen Kontrast zu Schwerins historischer Innenstadt. "Er passt sich homogen in die bestehende Baustruktur ein", sagt die projektbegleitende Stadtplanerin Birgit Cordes.

Westlich der Berufsschule Technik in Lankow sieht der Plan dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit kleinen Single-Wohnungen und Gewerbeeinheiten vor. Daran schließen sich Wohnhäuser an, die sich um Höfe und Gärten platzieren. Dort entsteht nach dem bisherigen Entwurf Platz für Familien und Mehrgenerationen-Wohnen. Ein Fuß- und Radwegenetz durchläuft das Areal. Schließlich schaffen Einfamilienhäuser im nordwestlichen Teil des ehemaligen Internats-Standortes einen architektonischen Übergang in die von Doppel- und Reihenhäuser geprägte Umgebung.

Das Wohngebiet existiert bislang nur auf dem Reißbrett. Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase, Umsetzung frühestens im Jahr 2015. "Das Gebiet ist noch nicht einmal erschlossen", sagt Birgit Cordes. Sie stehe bereits mit mehreren Interessenten in Kontakt, "Investoren fehlen allerdings noch - vor allem für die Erschließung".

Zurzeit durchläuft das Projekt die Fachausschüsse der Stadtvertretung. Geht alles nach Plan, stellt das Planungsbüro MKK seine Entwürfe den Schwerinern vor aussichtlich im kommenden Frühjahr vor. Besonderen Wert haben die Planer auf den bestehenden Baumbestand gelegt. "Diese bleiben weitestgehend erhalten", sagt Birgit Cordes. Allerdings werden einige Pappeln weichen müssen, weil sie aufgrund ihres Alters nicht mehr standfest sind. Auch der unter Naturschutz stehende Aegelpohl bleibt unangetastet.

Mit dem Projekt am Lankower See schafft Schwerin für die nahe Zukunft neuen Wohnraum für junge Familien, Singles und ältere Menschen. Wie das Gebiet Am Mühlenscharrn zeigt, hält die Nachfrage nach Grundstücken und Eigenheimen in der Landeshauptstadt weiter an und dämmt die Abwanderung von Schwerinern ins Umland ein.

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