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Mecklenburg-Vorpommern

15. Dezember 2017 | 01:53 Uhr

Kultur : Neues Theater Schwerin-Parchim

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute soll Gesellschaftervertrag für erste Fusion im Land unterzeichnet werden

von
erstellt am 21.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Nach 15-jähriger Reformdebatte findet heute die erste Theaterfusion in MV ihr Finale. Aus dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und dem Landestheater Parchim entsteht ein größeres gemeinsames Haus mit sechs Sparten an zwei Standorten und 330 Schauspielern, Musikern, künstlerischem und technischem Personal. Am Nachmittag soll der 24-seitige Gesellschaftervertrag für das „Mecklenburgische Staatstheater“, das nicht mehr den Namenszusatz „Schwerin“ trägt, unterzeichnet werden. Darin ist erstmals in MV der Einstieg des Landes als Gesellschafter in ein Theater geregelt. Die Gesellschafteranteile am Stammkapital von 400 000 Euro teilen sich das Land (74,9 Prozent), Schwerin und der Kreis Ludwigslust-Parchim (je 10 Prozent) sowie die Stadt Parchim (5,1 Prozent). Demzufolge hat das Land im 13-köpfigen Aufsichtsrat mit sieben Mitgliedern die Mehrheit, wobei existenzielle Beschlüsse wie Spartenschließungen nur mit den Stimmen aller Gesellschafter benötigen.

Für Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) geht heute eine „unendliche Theaterdiskussion zu Ende“. „Aus der Zusammenführung mit Parchim werden sich Synergien für beide Häuser ergeben“, sagt sie. Das ist auch einer der Gründe für die Fusion. Seit Jahren droht den Theatern im Land das Geld auszugehen. Es musste immer wieder gespart werden. Mit Fusionen hoffen die Theaterträger aus der Abwärtsspirale zu kommen. Für Schwerin sinken die derzeitigen Zuschüsse aus dem Stadtsäckl jedoch nicht. Aber ab 2020 will das Land seine Zuschüsse dynamisieren. Für Landrat Rolf Christiansen (SPD) ist die Fusion die Rettung des Theaters: „Ohne die Lösung wären wir nicht imstande gewesen, den Standort Parchim zu erhalten.“ Hier soll künftig das „Junge Staatstheater Parchim“ angesiedelt sein sowie die Fritz-Reuter Bühne. Neuer Generalintendant wird Lars Tietje, der aus Nordhausen kommt. Das Volkstheater Rostock war aus der Fusion ausgestiegen.

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) spricht von einem langen und kompliziertem Verhandlungsprozess, durch den das „Mecklenburgische Staatstheater nun eine verlässliche Perspektive“ habe. Er hofft, „dass auch die Verhandlungen im Osten des Landes ein ähnliches kons-truktives Ende finden“.

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