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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 23:25 Uhr

Wirtschaft in MV : Neues Arzneiwerk in Dassow

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wieder Firmenansiedlung in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Der erste Spatenstich ist gemacht: Im Gewerbegebiet Holmer Berg in Dassow baut die Firma Aqvida aus Hamburg für knapp zwölf Millionen Euro eine Produktionsstätte für Krebsmedikamente. Fünf Millionen Euro steuert das Land bei. 26 Arbeitsplätze sollen entstehen. „Das Fördergeld ist gut angelegt“, sagte gestern Wirtschaftsminister Harry Glawe. Mecklenburg-Vorpommern mache mit der Ansiedlung einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Gesundheitsland, so der Minister.

800 Quadratmeter groß ist die Produktions- und Lagerhalle, die die Aqvida in Dassow plant. Darüber hinaus wird es einen 600 Quadratmeter großen, zweigeschossigen Labor- und Bürotrakt geben. Anfang kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. „2016 wollen wir mit der Produktion beginnen“, kündigte Aqvida-Geschäftsführer Wolfgang H. Heinze an.

Am Hauptsitz von Aqvida in Hamburg sind derzeit 18 Mitarbeiter beschäftigt. Sie konzentrieren sich auf die Entwicklung und Zulassung von Onkologie-Produkten. Produziert werde bislang im Ausland. Mit dem Werk in Dassow setze Aqvida nun auf eine Herstellung in Deutschland, um schneller auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren zu können, so der Geschäftsführer. „Der Standort ist attraktiv, auch durch die Nähe zu anderen Unternehmen der Medizinwirtschaft.“ Mit offenen Armen sei seine Firma im Land und in Nordwestmecklenburg empfangen worden, betonte Heinze. Um mit der Produktion beginnen zu können, benötige Aqvida freilich geschultes Personal, erklärte der Geschäftsführer. Gesucht würden u. a. Pharmazeuten, Laboranten und Chemiker. Ein Laborant aus Schönberg sei bereits eingestellt worden, arbeite zunächst in Hamburg.

„Wir freuen uns, dass sich die Firma Aqvida für eine Ansiedlung in Dassow entschieden hat“, sagte Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat, Gerhard Rappen. Wo einst tiefstes Sperrgebiet gewesen sei, werde nun eine weitere hoch moderne Produktion aufgebaut. Trotz des Rückschlags durch die Pleite des CD-Werkes habe sich das Gewerbegebiet am Holmer Berg gut herausgemacht, unterstrich Rappen.

 

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