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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 00:40 Uhr

Neuer Schwung

vom

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2007 | 07:07 Uhr

Schon der zweite naturwissenschaftliche Nobelpreis für einen Deutschen in diesem Jahr - eine Sensation für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Und hoffentlich ein Grund, das Jammern und Wehklagen, die Zweifel an eigene Fähigkeiten einzustellen. Die Preise zeigen, dass hiesige Forscher allen Unkenrufen zum Trotz sehr wohl in der Lage sind, auf internationalem Spitzenniveau mitzuhalten. Das Lebenswerk von Gerhard Ertl und Peter Grünberg steht dafür beispielhaft - und zeigt einmal mehr die Bedeutung von Grundlagenforschung, die zuletzt mehr und mehr in Rechtfertigungsdruck gegenüber auf schnelle wirtschaftliche Verwendbarkeit ausgerichteter Wissenschaft geraten war.
So könnten die Ehrungen für neuen Schwung in der Forschungslandschaft sorgen. Diese Impulse gilt es zu nutzen. Das nächste positive Signal wird es bereits in der nächsten Woche geben, wenn im Rahmen der Exzellenziniative die Entscheidungen für die Förderung von Spitzenforschung an weiteren Universitäten und Instituten fallen.
Doch bei Freude über die Nobelpreise: Es bleibt viel zu tun. Noch immer bleiben die deutschen Forschungsausgaben hinter dem objektiv Notwendigen zurück, während andere Länder rasant aufholen. Noch immer klagen Wissenschaftler zurecht über
Restriktionen und ein Übermaß an Bürokratie.

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