Toddin : Neuer Gesprächsanlauf bei Schmitz Cargobull

Protest gegen die drohende Schließung: Mitglieder der Streikwache blockieren in Toddin die Zufahrt zur Fahrzeugbau-Firma Schmitz Cargobull.

Protest gegen die drohende Schließung: Mitglieder der Streikwache blockieren in Toddin die Zufahrt zur Fahrzeugbau-Firma Schmitz Cargobull.

Der Protest zeigt Wirkung: Die Fahrzeugbau-Firma bietet den Arbeitnehmern Sondierungsgespräche an.

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28. Juni 2017, 20:45 Uhr

Im Ringen um den Erhalt der Fahrzeugbau-Firma von Schmitz Cargobull am Standort in Toddin (Kreis Ludwigslust-Parchim) nähern sich Unternehmensführung und Arbeitnehmerseite wieder einander an. Der Vorstand habe für den 4. Juli Sondierungsgespräche angeboten, teilte IG-Metall-Sprecher Hans-Georg Frericks am Mittwoch in Toddin mit. Ziel von Belegschaft und Gewerkschaft bleibe es, die für September 2018 angekündigte Stilllegung der Tochterfirma in Westmecklenburg zu verhindern. „Wir wollen eine Standortsicherungsvereinbarung, damit die Kollegen hier weiterarbeiten können“, sagte Frericks. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, werde der seit gut einer Woche laufende Streik fortgesetzt.

Schmitz Cargobull lässt in Toddin vor allem Kühlaufsätze für Lastwagen herstellen. Anfang Mai war überraschend die Schließung des Werkes dort angekündigt worden. Auf Druck der 120-köpfigen Belegschaft und nach Urteilen des Arbeitsgerichtes in Schwerin hatte der Aufsichtsrat in der Vorwoche am Unternehmenssitz im nordrhein-westfälischen Horstmar jedoch die Entscheidung über die geplante Produktionseinstellung zunächst bis September vertagt.

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