Sicherheit : Neue Pistolen für die Polizei in MV

Die SFP9 wird die neue Dienstwaffe der Polizei in MV

Die SFP9 wird die neue Dienstwaffe der Polizei in MV

Die ersten 450 von 5900 neuen Dienstwaffen wurden ausgeliefert

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15. August 2016, 06:00 Uhr

In Zeiten der Terrorgefahr soll die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern komplett mit neuen und moderneren Dienstpistolen ausgerüstet werden. „In den vergangenen Monaten sind bislang 1060 neue Pistolen des Typs HK SFP9 beschafft worden“, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Davon seien bereits 450 Stück an Polizeivollzugsbeamte ausgegeben worden, die restlichen 610 Pistolen des deutschen Waffenherstellers Heckler und Koch würden in den kommenden Wochen den Dienststellen zugeteilt. Die gesamte Umrüstung für die 5900 Vollzugsbeamten soll bis 2021 abgeschlossen sein. Der Landtag hatte für die Beschaffung eine Summe von 3,2 Millionen Euro genehmigt.

Grund für die Umrüstung ist vor allem das Alter der bisherigen Standardwaffe P6 von Sig Sauer. Die Dienstwaffen waren vor mehr als 20 Jahren angeschafft worden und weisen inzwischen vor allem durch das tägliche Laden und Entladen Verschleißerscheinungen auf.

Die neue SFP9 hat ein Kaliber von neun Millimetern und ist nach Ansicht von Experten sicherer und treffgenauer als die alte P6 und wird erst seit wenigen Jahren produziert. Die neue Waffe ist deutlich leichter und hat ein Magazin für 15 statt für acht Patronen. Neben Mecklenburg-Vorpommern planen auch Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen, ihre Landespolizei mit Pistolen dieses Typs auszurüsten.

Im vergangenen Jahr machten Polizeibeamte im Nordosten in 634 Fällen von ihrer Schusswaffe Gebrauch. Nur ein einziges Mal wurde dabei auf einen Menschen geschossen. Im August bedrohte ein Mann in Rostock seine Frau und seine Tochter mit einem Messer und ging anschließend auf Beamte los, die ihn in Notwehr mit zwei Schüssen verletzten. Am häufigsten wurde 2015 auf Tiere geschossen, um sie nach Verletzungen bei Unfällen von den Leiden zu befreien.

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