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Weniger Arbeitslose in MV : Neue Jobs für Ältere

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Die Arbeitslosigkeit in MV ist gegen den Bundestrend gesunken. Ende August waren im Nordosten 93 200 Menschen ohne Job. Der Tourismus hat noch einmal angezogen. Das hat sich auf dem Arbeitsmarkt positiv ausgewirkt.

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2012 | 07:21 Uhr

Schwerin | Der Trend hält an: Die Arbeitslosigkeit in MV ist gegen den Bundestrend gesunken. Ende August waren im Nordosten 93 200 Menschen ohne Job, 1800 weniger als im Vormonat. "Der Tourismus hat noch einmal angezogen und das hat sich auch auf dem Arbeitsmarkt positiv bemerkbar gemacht", sagte die Chefin der Landesarbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, gestern in Kiel. Die Arbeitslosenquote im Land sank auf elf Prozent. Die Aussichten sind allerdings vage: Alles hänge von der Entwicklung auf den Werften ab, meinte sie. Die Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast hatten am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Davon sind insgesamt 5000 Beschäftigte auf den Werften, bei Zulieferern und Dienstleistern betroffen. Agenturchefin Haupt-Koopmann bleibt dennoch optimistisch: Bei einer positiven Entwicklung auf den Werften "bin ich zuversichtlich, dass die Arbeitslosigkeit im Oktober unter die 90 000-Marke zurückgehen wird."

Vom spürbaren Rückgang der Arbeitslosenzahl in MV seien alle Altersgruppen betroffen, insbesondere auch die älteren Arbeitnehmer. So gebe es im Vergleich zum Vorjahresmonat in MV 1200 oder 3,6 Prozent weniger Arbeitslose im Alter über 50 Jahren. Das stimme optimistisch, dass die Unternehmen noch mehr oft hochqualifizierten älteren Arbeitslosen eine Chance geben, sagte Haupt-Koopmann.

Diese Entwicklung bezeichnete auch Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD) als erfreulich. Der Erfahrungsschatz der älteren Arbeitnehmer sei sehr wertvoll und müsse genutzt werden. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) zeigte sich ebenfalls erfreut: "Die Unternehmen schaffen in vielen Branchen neue Arbeitsplätze." Vor allem im Baubereich, verarbeitenden Gewerbe, Tourismus, Handel und Gesundheitswesen entstehe Beschäftigung. Nach Angaben von Haupt-Koopmann gibt es aber Anzeichen dafür, dass die wirtschaftliche Entwicklung an Dynamik verliert. "Die Zahl der Stellenmeldungen ist zwar mit 30 300 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsangeboten seit Jahresbeginn noch immer sehr hoch, doch im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 1100 oder 3,4 Prozent gesunken", sagte sie. Auch der Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung flache ab. Negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gebe es aber noch nicht.

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