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"XY ungelöst" im ZDF : Neue Hinweise zu Vermissten aus MV

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erstellt am 21.Mai.2014 | 21:55 Uhr

"Wo ist mein Kind?" - in seiner Serie "Aktenzeichen XY ... ungelöst" am Mittwoch Abend beschäftige sich das ZDF auch mit zwei Vermissten-Fällen aus Mecklenburg-Vorpommern. Zu beiden erreichte die Redaktion noch während der Sendung zweckdienliche Hinweise.

Die damals 14-jährige Anita Richter verschwand am 11. Juni 1999. Die Achtklässlerin hatte an dem Freitag mit dem Bus von Raben Steinfeld in die Schweriner Innenstadt fahren wollen. Seither fehlt von ihr jedes Lebenszeichen. In der Sendung berichteten ihre Angehörigen, dass Anita aus Liebeskummer Trost bei älteren Jungen suchte. Diesen Freundeskreis hielt sie vor den Eltern geheim. Der Polizei, die damals die Soko „Anita“ bildete, suchte unter anderen nach diesen neuen Freunden, ohne Erfolg. 

Oft suchte Anita Richter innere Ruhe in verlassenen Gebäuden. Die Polizei-Beamten fahndeten in und um Raben Steinfeld und dem benachbarten Schweriner Stadtteil Mueß, später auf den Inseln Kaninchen- und Ziegelwerder und schließlich in 100 Abrisshäusern im Stadtgebiet. Ohne Erfolg. Anitas dreißigster Geburtstag steht bevor. Und die Eltern wünschen sich nichts mehr als Klarheit, denn: "Die Ungewissheit ist das Schlimmste."

Am Ende der Sendung meldeten sich Zahnärzte beim ZDF, die darauf hinwiesen, dass die Zahnspange Anitas in dem Alter unbedingt vom Fachmann nachjustiert werden musste. Hier sind neue Ermittlungsansätze möglich. Unter Umständen wurde Anita auch nach ihrem Verschwinden noch gesehen.

 

Neue Hoffnung für Dianas Eltern?

 

Die Sehnsucht nach Stille und Zeit für sich allein hatte Anita gemein mit Diana Ferch. Die damals 26-Jährige aus Stralsund verabschiedete sich im Juni 2011 telefonisch von ihrer Mutter, weil sie eine Auszeit brauchte und wollte an der Mecklenburgischen Seenplatte wandern. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde Diana Ferch das letzte Mal in Güstrow am 27. Juni 2011 lebend gesehen. Sie fragte dort nach dem Weg nach Krakow am See, doch dort hat sie niemand gesehen. Bei Wesenberg wollte sie sich nach zwei Wochen mit ihrem Sohn, dem Lebensgefährten und Freunden treffen, sie warteten vergebens.

Mutter Regina Ferch hat seit drei Jahren nur noch einen Lebensinhalt: die Suche nach ihrer verlorenen Tochter: "Ich wünsche mir so sehr, dass sie nach Hause kommt." Doch die Eltern fürchten: "Irgendetwas ist passiert."

Auch zum Vermisstenfall Diana gab es Anrufe beim ZDF. So soll sie noch etwa eine bis zwei Wochen nach ihrem letzten Lebenszeichen gesehen worden sein. Ein sehr konkreter Hinweis wurde nicht öffentlich erörtert, um in den Angehörigen nicht zu große Hoffnungen zu wecken.

 

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