Schwerin : Neue Heimstatt für alte Schätze

In Schaukästen werden die Ergebnisse der Ausgrabungen auf den großen Erdgastrassen in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt.Museums-Experten wünschen sich seit vielen Jahren ein Depot, in dem Kunst- und Kulturschätze sicher gelagert werden können. In drei Jahren könnte es soweit sein.

In Schaukästen werden die Ergebnisse der Ausgrabungen auf den großen Erdgastrassen in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt.Museums-Experten wünschen sich seit vielen Jahren ein Depot, in dem Kunst- und Kulturschätze sicher gelagert werden können. In drei Jahren könnte es soweit sein.

Museums-Experten wünschen sich seit vielen Jahren ein Depot, in dem Kunst- und Kulturschätze sicher gelagert werden können. In drei Jahren könnte es soweit sein. Für Depots mit Werkstätten ist in Schwerin der Grundstein gelegt worden.

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16. Mai 2018, 20:45 Uhr

Die nicht in Museen ausgestellten Kunstschätze und archäologischen Funde Mecklenburg-Vorpommerns sollen ein neues Quartier erhalten. In Schwerin hat am Mittwoch der Bau eines Depotgebäudes mit Werkstätten begonnen. Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) legte den Grundstein, wie sein Ministerium mitteilte.

In den Gebäuden sollen die Kulturschätze fachgerecht bewahrt und erforscht werden. Auch Teile der staatlichen Kunstsammlungen sollen auf dem Gelände eine neue Heimstatt finden. Das Ministerium rechnet mit einer Bauzeit von gut drei Jahren und Baukosten von knapp 60 Millionen Euro. Damit ist der Depotneubau das größte öffentliche Bauvorhaben des Landes nach dem Gebäude für die Zentralen Medizinischen Funktionen des Rostocker Universitätsklinikums.

Nach Angaben des Betriebs für Bau und Liegenschaften gliedert sich das Gebäude mit 17 000 Quadratmetern Nutzfläche in vier Bauteile - drei unterschiedlich große quadratische Depots und einen vorgelagerten Werkstatt- und Bürobereich, der alle Bauten verbindet.

Der Planung sei ein Architektenwettbewerb im Jahr 2012 vorausgegangen. Die Bauvorbereitung habe 2017 mit der Munitionsbergung begonnen. Das Depot ist lange ersehnt worden. Wegen schlechter Bedingungen in ungeeigneten Lagern sind dem Land bereits Kulturschätze verloren gegangen.

Minister Brodkorb zufolge gab es für das Projekt viele Anforderungen, die für eine Landesbauverwaltung nicht alltäglich sind. „So galt es, im Papierarchiv zum dauerhaften Erhalt der Kulturschätze eine Klimatisierung sicherzustellen, die eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit zwischen 40 Prozent und 60 Prozent garantiert.“ Auch städtebaulich sei der Neubau auf dem ehemaligen Garnisonsgelände eine Besonderheit. Er werde Teil des Residenzensembles sein, mit dem sich Schwerin um Aufnahme in die Welterbeliste bemüht.

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