zur Navigation springen

Selbsthilfe MV : Neue Expertenstelle für Museumsverband

vom
Aus der Onlineredaktion

Der bislang vom Ehrenamt getragene Verein bekommt dank finanzieller Hilfe vom Land nun personelle Unterstützung.

svz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Das Land greift dem Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern finanziell unter die Arme, damit dieser sein Beratungs- und Serviceangebot vor allem für kleinere Einrichtungen spürbar verbessern kann. Seit Anfang August beschäftigt der ehrenamtlich tätige Verband einen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Für diese sogenannte Landesfachstelle und damit verbundene Sachkosten stellt das Land für zunächst fünf Jahre jeweils 120 000 Euro bereit.

„Museen müssen mit der Zeit gehen und ihr Angebot immer wieder erneuern, um möglichst viele Besucherinnen und Besucher anzusprechen“, begründete Kulturministerin Birgit Hesse (SPD) am Dienstag bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Schwerin das Engagement des Landes.

Mit der neuen Aufgabe wurde der promovierte Kunst- und Geschichtsexperte Carsten Neumann betraut. Er war zuvor für Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Mecklenburg-Vorpommern und zuletzt am Caspar-David-Friedrich-Institut der Greifswalder Universität tätig. Die Landesfachstelle hat ihren Sitz in der Geschäftsstelle des Museumsverbandes in Rostock.

Laut Hesse soll er inhaltliche Unterstützung und Beratung für öffentliche Museen geben. Zu den Aufgaben gehöre auch, Standards für eine Landesförderung zu entwickeln. „Bei den Bibliotheken haben wir mit diesem Modell gute Erfahrungen gemacht, weil sich die Expertinnen und Experten untereinander verständigen. Ein ähnliches Verfahren stelle ich mir bei den Museen vor“, sagte Hesse. Außerdem erwarte sie Konzepte, wie die Rolle der Museen bei der kulturellen Bildung im Land gestärkt werden könne und eine bessere Vermarktung des musealen Angebots im Nordosten unter anderem über das Online-Kulturportal des Landes. „Hier müssen aber auch die Museen selbst aktiv werden“, mahnte Hesse.

Der Museumsverband des Landes zählt nach eigenen Angaben rund 190 Mitglieder. Dazu gehörten neben Besuchermagneten wie das Stralsunder Ozeaneum, die Staatlichen Museen in Schwerin, Ludwigslust und Güstrow, das Pommersche Landesmuseum in Greifswald oder das Kunstmuseum in Ahrenshoop auch kleine Heimatstuben und Privatpersonen als Unterstützer. Schätzungen zufolge strömen jährlich rund vier Millionen Menschen in die großen und kleinen Häuser zwischen Ahlbeck und Zarrentin. Die besucherstärkste Einrichtung ist das Ozeaneum mit mehr als einer halben Million Gästen im Jahr. Das regnerische Sommerwetter führte in diesem Jahr zu einem besonders großen Zulauf von Ostseeurlaubern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen