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Vorstandsvorsitzende der AOK MV: Friedrich Wilhelm Bluschke : Neue AOK Nordost ohne Zusatzbeiträge

vom

Zum 1. Januar geht die AOK MV in die neue AOK Nordost über, zu der auch die AOK Berlin- Brandenburg gehören wird. "Die Fusion wird zunächst Wirkungen nach innen entfalten", so Bluschke.

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erstellt am 03.Jan.2011 | 12:03 Uhr

Schwerin | "Prozesse wie Personal- und Finanzwesen werden zusammengeführt und damit effektiver. Unsere Versicherten sollen kaum etwas von der Fusion spüren, und wenn, dann nur Positives", sagte der bisherige Vorstandsvorsitzende der AOK MV, Friedrich Wilhelm Bluschke,. Bluschke betonte, dass die neue AOK mit ihren 1,8 Millionen Mitgliedern ohne Zusatzbeiträge in das neue Jahr starten werde.

Hauptsitz der AOK Nordost werde Potsdam, der Gesamtetat der Kasse betrage 6,3 Milliarden Euro. Der Zusammenschluss stärke die Wettbewerbsfähigkeit der AOK, die auf Platz 11 aller rund 160 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland vorrücke, und bringe auch dem Land Mecklenburg-Vorpommern Vorteile. "In den Rehakliniken unseres Landes stehen 11 000 Betten, doppelt so viele wie in Brandenburg, Berlin hat kaum welche. Durch die gemeinsame Kasse können wir die Patientenverteilung über Landesgrenzen hinweg besser organisieren", meinte Bluschke. Zudem könnten Risiken ausgeglichen werden, da die Bevölkerungsstrukturen in den Ländern unterschiedlich seien.

Laut Bluschke verzeichnet die AOK in MV Zulauf. "Pro Monat melden sich im Schnitt 2000 neue Kassenmitglieder bei uns an. Kaum eine andere Kasse kann prozentual einen solchen Zuwachs registrieren." Damit könnten Sterbefälle und die noch immer anhaltende Abwanderung vorwiegend junger Leute mehr als kompensiert werden. "Wir sind auch im Saldo im Plus", sagte Bluschke. Mit 475 000 Versicherten habe die AOK im Land einen Marktanteil von 32 Prozent.

Die Mitglieder könnten auch künftig auf eine hohe Präsenz ihrer Kasse vor Ort bauen, versicherte der 65-Jährige, der auf eigenen Wunsch noch für zwei Jahre im Vorstand der neuen AOK Nordost wirken wird. "Gerade beim Aufbau der neuen Kasse ist es wichtig, die erfolgreichen Partnerschaften bei uns im Land zu erhalten und mit hinüberzunehmen", erklärte Bluschke.

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