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Industriepark Göhrener Tannen : Nestlé zieht Investoren nach Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Feinblechverarbeiter BVS Blechtechnik aus Böblingen will sich in Schwerin ansiedeln

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Neue Jobs für MV: Der baden-württembergische Feinblechverarbeiter BVS Blechtechnik aus Böblingen will sich im Industriepark Schwerin ansiedeln. Für rund acht Millionen Euro wird der Mittelständler ein neues Fertigungswerk bauen und 25 neue Jobs einrichten, teilte das Wirtschaftsministerium mit. „Das ist ein weiterer Ansiedlungserfolg für unser Land“, meinte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Unter dem Namen BVS Systemtechnik sollen in Schwerin künftig Prototypen, Muster und Kleinserien hergestellt werden: „Das ist erst der Anfang“, erklärte Geschäftsführer Harald Steiner und kündigte weitere Projekte und Entwicklungsschritte an. BVS werde künftig mit dem Luftfahrtzulieferer ZIM Flugsitze zusammenarbeiten. Nach Investitionen von 9,1 Millionen Euro will das Unternehmen am kommenden Freitag im Schweriner Industriepark ein neues Werk in Betrieb nehmen.

Nach jahrelanger Investitionsflaute mehren sich damit die Ansiedlungen im Schweriner Industriepark Göhrener Tannen. Der Kaffeekapselproduzent Nestlé, der Luftfahrtzulieferer FlammAerotec, der Flugzeugsitzbauer ZIM, der Folienveredler FVH, der Autozulieferer PTS-precision, die Schweizer Medizintechnikfirma Ypsomed, der Hersteller von Kunststoffverschlüssen United Caps – der Industriepark macht sich zunehmend einen Namen. Inzwischen seien mehr als 1000 Arbeitsplätze in dem 350 Hektar großen Gewerbegebiet entstanden, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Vor allem die Errichtung des Nestle-Kaffeekapselwerkes habe dazu beigetragen, stärker auf den Wirtschaftsstandort Schwerin aufmerksam zu machen: „Die Sogwirkung eines Global Players macht sich bemerkbar“, beobachtet Glawe.

Und es werden mehr: Mit der Ansiedlung des Feinblechverarbeiters BVS siedelt sich inzwischen das achte Unternehmen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz an. Die Standortvorteile Mecklenburg-Vorpommerns überzeugten. Punkten konnte das Land vor allem mit der gut ausgebauten Infrastruktur, der Nähe zu Hamburg und gut ausgebildeten Fachleuten, meinte Glawe. Entscheidungskriterium für Schwerin sei aber auch die bestehende Partnerschaft mit dem vor der Eröffnung stehenden neuen Luftfahrtzulieferer ZIM Flugsitz GmbH. Bisher produzierte BVS für ZIM neben Blechbaugruppen auch Centerkonsolen. In Schwerin wolle BVS künftig auch sämtliche Logistikprozesse für den chinesischen Standort der BVS Blechtechnik GmbH konzentrieren. Spezialisiert auf die Fertigung hoher Stückzahlen nach europäischer Norm produziert das chinesische Unternehmen in der Provinz Shandong mit mehr als 100 Mitarbeitern Blechteile.

Für die neuen Jobs in Schwerin sind die Steuerzahler indes groß in Vorleistung gegangen: Bislang flossen mehr als 40 Millionen Euro an Beihilfen in die acht Investitionen. Weitere mehr als zehn Millionen Euro Steuergelder flossen in die Erschließung des Industrieparks.

 

 

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