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Schwerin: Bewerbungsverfahren hat sich deutlich verzögert : Nestlé: Neue Jobs erst Monate später

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Einstellungsstau bei Nestlé. Das Bewerbungsverfahren für die bis 450 Jobs im neuen Kaffeekapselwerk verzögert sich offenbar deutlich. Ursprünglich sollte bereits zu Jahresbeginn 2013 beginnen.

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erstellt am 19.Jul.2013 | 07:43 Uhr

Schwerin | Einstellungsstau beim Großinvestor Nestlé in Schwerin: Das Bewerbungsverfahren für die bis 450 Jobs im neuen Kaffeekapselwerk verzögert sich offenbar deutlich. Ursprünglich sollte bereits zu Jahresbeginn 2013 das Bewerbungsverfahren beginnen. So hatte es Nestlé-Deutschlandchef Gerhard Berssenbrügge Anfang 2012 angekündigt. Gesucht würden Ingenieure, Labormitarbeiter und Produktionsarbeiter, hatte er bei der Bekanntgabe der Großinvestition verkündet. Die Frist ist längst verstrichen, die neuen Arbeitsplätze noch nicht besetzt. Für 220 Millionen Euro baut der Weltkonzern im Industriegebiet Göhrener Tannen ein neues Kaffeewerk für die Produktion von zwei Milliarden Kaffeekapseln im Jahr. Ende 2013 sollte die Produktion anrollen, Ende 2014 das Werk seine volle Kapazität erreichen, so die Pläne. Neben der schnellen Ansiedlungsberatung und die Nähe zum deutschen Markt sowie zum Kaffeehafen Hamburg hatte Nestlé vor allem das Arbeitskräfteangebote als entscheidenden Punkt für Schwerin genannt.

Inzwischen macht sich aber Frust bei Jobsuchenden in Westmecklenburg breit: Ein Arbeitsbeginn steht in den Sternen. Der Lebensmittelkonzern will sich auf keinen festen Einstellungstermin festlegen: "Wir stellen im 3. Quartal dieses Jahres ein qualifiziertes Vorbereitungsteam ein, das den Produktionsstart vorbereitet", teilte Nestle-Sprecher Hartmut Gahmann gegenüber unserer Redaktion mit. Gerechnet wird mit einem 20-köpfigen Team. Wann die Einstellung weiterer Mitarbeiter erfolge, könne er derzeit nicht sagen. Die Produktion soll jedoch zum Jahresende starten.

Verwirrung auch bei der Arbeitsagentur. "Nach heutigem Erkenntnisstand werden die konkreten Anforderungen an die benötigten Arbeitskräfte im Laufe der nächsten Monate vorliegen. Zurzeit sind Bewerbungen daher noch nicht zielführend", heißt es auf der Internetseite der Schweriner Arbeitsagentur. Nähere Auskünfte, was sich hinter der Formulierung verbirgt, erteilt die Behörde nicht.

Beobachter sehen indes Bauverzögerungen als Grund für das um Monate verschobene Bewerbungsverfahren. Entsprechenden Berichten tritt der Konzern allerdings entgegen: "Der Bau des neuen Werkes in Schwerin liegt hundertprozentig im Plan. Es gibt keine Verzögerungen", erklärte Nestlé-Sprecher Gahmann. Gleiches gelte für die Einstellung der künftigen Mitarbeiter.

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