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Warnemünde : Neptun-Werft will eine neue Halle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vorhaben soll Standort und Stammbelegschaft sichern.Produktivität kann so erhöht werden. Neubau ist 56 Meter hoch

svz.de von
erstellt am 14.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Die Neptun- Werft Warnemünde will ihre Kapazitäten in Sachen Schiffbauhalle erweitern. Damit soll die Produktivität beim Bau von großen Schiffsteilen erhöht werden. „Gerade in diesem Bereich stoßen wir langsam an unsere Grenzen, denn auch die Tore der aktuellen Halle sind nur 39,5 Meter breit und größere Teile können daher dort bisher nicht gefertigt werden“, teilte Neptun-Werft-Geschäftsführer Raimon Strunck bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Warnemünde mit.

Das zur Meyer Neptun Gruppe gehörende Unternehmen befinde sich deshalb aktuell in der Entscheidungsphase. Es wird geprüft und abgewogen, ob die derzeitige Schiffbauhalle 8 vergrößert oder um eine weitere mit der Nummer 8a etwas südlich der jetzigen ergänzt wird. Die Höhe des Neubaus wäre dann 56 Meter. Denn die zukünftigen Maschinenraumschwimmteile werden in ihren Gesamtabmessungen immer größer. Ein Hallenneubau wäre dazu auch aus Sicht des Emissionsschutzes vorteilhaft. „Außerdem können wir durch eine Verdichtung der Taktzeiten bei der Fertigung die Produktion von derzeit zwischen vier bis fünf auf künftig sieben bis acht Schwimmteile pro Jahr aufstocken“, so Strunck.

Dazu drückt noch die Zeit. „Schon im kommenden Jahr sollen hier die ersten Schwimmteile für Aida gebaut werden, die eine Breite von 42 Metern haben“, weiß Strunck. Zu dem Hallenneubau oder der Erweiterung der vorhandenen laufen bereits Gespräche mit Planern und Behörden, um keine Zeit zu verschenken. Außerdem soll durch diese Kapazitätserweiterung die Produktivität gesteigert werden. „Damit können wir auch die Belegschaft stabil halten“, so Strunck. Denn das Unternehmen will sich auch über 2020 hin positionieren, wenn auch ab 2024 asiatische Werften in den Markt kommen. „Diese Erweiterung des Bauprogramms ist eine gute Chance zur Entwicklung und Stärkung des Werftstandortes Warnemünde“, sagt Strunck.

Aktuell hat die Werft neben zwei Flusskreuzfahrtschiffen einen Gastanker und eine Doppelendfähre in den Auftragsbüchern.

Der Ortsbeirat Warnemünde ist von den Plänen sehr angetan. „Wir unterstützen das Vorhaben nachhaltig“, sagt Beiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Der Beirat stand dem Vorschlag offen gegenüber, dass es perspektivisch auch einmal einen Lokaltermin dort geben könnte.

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