Nach Brandanschlag : Nazi-Dorf Jamel: Künstler geben nicht auf

Horst und BirgitLohmeyer
Horst und BirgitLohmeyer

svz.de von
11. November 2015, 21:00 Uhr

Das Künstlerpaar Lohmeyer aus dem von Nazis dominierten Dorf Jamel bei Wismar hofft auf den Wiederaufbau der durch einen Brandanschlag vernichteten Scheune. „Ziel war es, sie zu einem Begegnungs-Ort zu machen, um der braunen Monokultur im Ort ganzjährig Kulturangebote entgegenzusetzen“, sagte Birgit Lohmeyer gestern beim Unterstützer-Treffen der Demokratieinitiative „Wir - unser Land braucht Vielfalt“ in Güstrow. „Womöglich war das der Grund, warum die Scheune angezündet wurde.“ Viele Menschen hätten gespendet, das Geld reiche jedoch längst nicht für einen Ersatzbau.

Die Wir-Initiative, die von Gewerkschaften, Unternehmensverbänden, Institutionen und Einzelpersonen getragen wird, präsentierte gestern Projekte, die dank der von der Initiative geschaffenen „Demokratie-Aktie“ gefördert werden konnten. Darunter der Film eines Mädchentreffs aus Gadebusch, in dem die Kinder sich mit dem Phänomen Jamel auseinandersetzen. Gefördert wurde auch das „Jugendcamp 2014“ des Jugendfördervereins Parchim-Lübz. Die dreiwöchige Ferienfreizeit vermittelte 32 Teenagern aus bildungsfernen Familien Berufsorientierung und trainierte ihre Sozialkompetenzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen