Massentierhaltung : Naturschützer kündigen weitere Klagen an

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BUND verstärkt den Widerstand gegen den Bau neuer Massentierhaltungsanlagen.

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27. April 2015, 07:55 Uhr

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in MV will seine Strategie eines streitbaren Naturschutzes fortsetzen. Die Landesmitgliederversammlung bekannte sich am Samstag in Güstrow dazu, zum Schutz der Umwelt auch Klagen vor Gericht nicht zu scheuen. So sollen die teils gerichtlichen Auseinandersetzungen zum Schutz von Seeufern, Alleen und Schutzgebieten fortgesetzt werden, beschlossen die 37 Delegierten.

Zu den Schwerpunkten der Umweltarbeit gehöre der Widerstand gegen den Bau weiterer Massentierhaltungsanlagen, sagte Landeschefin Corinna Cwielag. Gleichzeitig werde der BUND Projekte und Programme für nachhaltige Landnutzung und Naturschutz begleiten. Die einzelnen Gruppen betreuen nach ihrer Darstellung eigene ehrenamtliche Projekte und Arbeitskreise – zu Biotop- und Artenschutzprojekten für Amphibien, Trauerseeschwalben und Fledermäusen, für Lärmschutz oder nachhaltige Verkehrsentwicklung. Gegen Massentierhaltung sei etwa die Hälfte der Gruppen aktiv. Die Organisation hat nach eigenen Angaben in MV 2500 Mitglieder. Sie betreut Naturschutz- und Landnutzungsprojekte, berät Landwirte zur Einrichtung von Blühflächen für Honigbienen und Wildinsekten und macht sich für eine ökologische Energiewende mit deutlich mehr Energieeinsparung stark. Die BUND-Jugend ist in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Greifswald aktiv. Sie organisiert Aktionen und Seminare, etwa zu nachhaltigem Konsum und zur Umweltbildung, sowie Naturfreizeiten. 

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