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Yoga vor wunderschöner Kulisse : Namasté: Yoga am Strand von Boltenhagen

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Nichts drückt, nichts brennt, nichts klemmt mehr und der Körper ist ganz leicht. Jeder Atemzug gleicht jetzt einer Kur: Die kühle Luft kribbelt in der Lunge. "Das ist Yoga", sagt Susann Schramm, die Yoga-Lehrerin.

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erstellt am 08.Jul.2011 | 08:54 Uhr

Boltenhagen | Nichts drückt, nichts brennt, nichts klemmt mehr und der Körper ist ganz leicht. Jeder Atemzug am Strand gleicht jetzt einer Kur: Die kühle Luft kribbelt in der Lunge. "Das ist Yoga", sagt Susann Schramm und ein breites Lächeln zeichnet sich auf dem Gesicht der Yoga-Lehrerin ab.

Am Strand von Boltenhagen hat die Dozentin der indisch-philosophischen Lehre Körper- und Atemübungen gezeigt. Jetzt, im Sommer, sollen hier die Anfängerkurse in Yoga beginnen. Doch in Boltenhagen ist etwas besonders dabei: Susann Schramm hat, wie viele ihrer Kollegen, den Strand für sich entdeckt. Sand statt Studioboden - bei gutem Wetter jedenfalls.

Am Ende der Übungen wird gesungen. Die Lieder sind auf "Sanskrit" - der Sprache der indischen Gelehrten, einer alten Sprache, aus einer Zeit ohne Stress und Hektik im Alltag und ohne Burn-Out-Syndrom. Heute werden die Menschen schneller krank, weiß die Yoga-Lehrerin. Der Alltag, das Arbeitsleben - vieles sei schnelllebiger, stressiger, belastender. Einige Yoga-Schüler kommen nach Boltenhagen zu den Kursen, weil sie Probleme bewältigen wollen, eine Trennung beispielsweise oder aber einfach die verdammten Rückenschmerzen loswerden wollen. Am Strand interessieren die persönlichen Probleme sowieso niemanden. Jeder wird akzeptiert, ob sportlich oder nicht, ob glücklich oder eben nicht. "Das ist ein wichtiger Grundsatz. Yoga hat auch viel mit dem Kopf zu tun", sagt Susann Schramm. Nach den Übungen klemmt nichts mehr im Körper. "Die meisten Teilnehmer sprechen schon nach der ersten Stunde von Besserung."

Helfen diese Figuren und Dehnungen tatsächlich? Und ist die Welt jetzt rosarot und schön? Nein, sagt Susann Schramm, die Welt da draußen nicht, aber die eigene sei nun besser. "Und klar helfen diese Übungen dem Körper: Sie bauen Muskulatur auf, dehnen und massieren innere Organe", erklärt die 36-Jährige. Yoga sei aber auch mehr, als nur ein Heilmittel für den Körper. "Wir lernen, die Dinge so hinzunehmen, wie sie sind. Wir akzeptieren Dinge, wenn sie uns belasten, weil es uns sonst nur aufhalten würde", erklärt die erfahrene Lehrerin. Seit 18 Jahren praktiziert sie Yoga, seit vier Jahren gibt sie ihr Wissen an Neulinge und Fortgeschrittene weiter.

Als Susann Schramm anfing, war das Wort "Yoga" den meisten völlig fremd. Das hat sich gründlich geändert. In Deutschland ist Yoga inzwischen zu einer Art Trendsport aufgestiegen und im Ostseebad Boltenhagen ist eine eigene Yoga-Kultur entstanden. Ganz neu ist die Yoga-Richtung Breathwalk. Susann Schramm bringt ihre Methoden längst auch in Grundschule und Kindergarten, übt mit Schwangeren und jungen Müttern: Erst Entspannung, Übungen im Liegen folgen solche im Sitzen, dann Atemübungen. Und manchmal wird meditiert. Das Ergebnis beschreibt die Yoga-Lehrerin so: "Die Leute sind dann ausgeglichen und einfach glücklich."


>> YOGA IM GEHEN

An Mecklenburgs Ostseeküste gibt es ein neues Angebot: Breathwalk. Bis September starten Kurse einmal wöchentlich an der Mittelpromenade in Boltenhagen.
„Breathwalk“ kommt aus den USA und ist Yoga im Gehen. Die Kombination aus bewusstem Gehen, rhythmisiertem Atmen und Yogaübungen aktivierten Körper und Geist, sagt Yoga-Lehrerin Brunhilde Romer, die mit den Gästen auf Tour geht.Breathwalk-Kurse finden auch an der Wohlenberger Wiek am Campingplatz "Liebeslaube" und in Wismar am Strand in Wendorf statt.
Anderthalbstündige Kurse kosten acht Euro pro Person.
Infos zum Thema Breathwalk: Brunhilde Romer 03 88 1/75 85 25; Infos Yoga mit Susann Schramm: 03 88 25/ 26 72 50 oder 0176/ 23 55 12 36


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