Rostock, Schwerin und Greifswald : Nahverkehr kämpft mit steigenden Kosten

Nahverkehr Schwerin. Archiv
Nahverkehr Schwerin. Archiv

Durch die steigenden Kraftstoffpreise haben auch die Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs in Rostock, Schwerin und Greifswald mit steigenden Kosten zu kämpfen. Doch eine Preiserhöhung der Fahrkarten wird es nicht geben.

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11. November 2012, 07:42 Uhr

Schwerin | Durch die steigenden Kraftstoffpreise haben auch die Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs in Rostock, Schwerin und Greifswald mit steigenden Kosten zu kämpfen. "Unsere Fahrgäste sollen das aber nicht zu spüren bekommen", sagt der Geschäftsführer der Schweriner Nahverkehr GmbH, Norbert Klatt. Daher wolle man das zusätzlich benötigte Geld nicht durch eine Preiserhöhung bei den Fahrkarten aufbringen, sondern an anderer Stelle sparen.

Neben dem Betrieb von Bussen und Bahnen habe das Unternehmen auch Einnahmen unter anderem durch das Vermieten von Werbeflächen oder durch Parkplatzbewirtschaftung. Zudem achte das Unternehmen darauf, dass in energiesparende Technik investiert werde. "Im letzten Jahr haben wir die Unterwerke der Straßenbahnen erneuert", sagt der Geschäftsführer. Durch die neue Technologie könne die Energie, die eine Bahn beim Bremsen erzeugt, nun kostensparend von einer anderen genutzt werden. Trotzdem habe der Betrieb auch Personal abbauen müssen. Rund 40 Busse und 30 Straßenbahnen betreibt die GmbH.

Auch bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) will man besser wirtschaften, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. "Wir müssen da genauso planen wie ein Privathaushalt", sagte die Sprecherin des Unternehmens, Beate Langner. So werde bei Anschaffungen wie neuen Bussen genau geschaut, zu welchem Zeitpunkt und von welchem Anbieter gekauft wird. Zudem erhält das Rostocker Unternehmen wie auch die Nahverkehr Schwerin GmbH Zuschüsse von Land und Kommune. In der Landeshauptstadt sind es fünf Millionen Euro pro Jahr, die RSAG bekommen zehn Millionen jährlich.

Im Gegensatz zu den Betrieben aus Rostock und Schwerin rechnen die Stadtwerke in Greifswald mit steigenden Ticketpreisen. 16 Buslinien werden von den Stadtwerken betrieben, rund 1,6 Millionen Fahrgäste nutzen diese im Jahr.

Alle Busse verbrauchen Dieselkraftstoff. Die Kosten für Diesel seien im Vergleich zum Vorjahr um etwa 27 Prozent gestiegen, sagte die Sprecherin der Stadtwerke, Steffi Borkmann. Deshalb sei es sehr wahrscheinlich, dass die Ticketpreise im kommenden Jahr angehoben werden müssten.

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