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Absolventen in Berufswelt entlassen : Nachwuchs mit Leidenschaft

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Es gibt Tage, die sind Meilensteine. Für die 16 Volontäre des Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlags (sh:z), zu dem auch das medienhaus:nord mit der Schweriner Volkszeitung gehört, war gestern ein solcher Tag.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 08:01 Uhr

Plön/Schwerin | Es gibt Tage, die sind Meilensteine. Für die 16 Volontäre des Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlags (sh:z), zu dem auch das medienhaus:nord mit der Schweriner Volkszeitung gehört, war gestern ein solcher Tag. In der Fielmann Akademie Schloss Plön haben sie bei einer Feierstunde ihre Abschlusszeugnisse erhalten. "Sie haben ein Stück Mediengeschichte für unser Haus geschrieben", sagte Stefan Richter, Sprecher der Chefredakteure. "Dazu brauchte es viel Kraft, Mut und auch Leidenschaft, sonst hätten sie es nicht durchgehalten. Das verdient Respekt."

Vor drei Jahren hat der sh:z gemeinsam mit der Fachhochschule Kiel den Master-Studiengang "Journalismus und Medienwirtschaft" aus der Taufe gehoben. Er ist einzigartig in Deutschland: Drei Jahre lang waren die Absolventen Volontäre in den Redaktionen des Verlags und zugleich sechs Semester lang Studierende an der Fachhochschule. So eng verknüpft sind Theorie und Praxis in der Journalistenausbildung selten.

Prof. Dr. Bernd Vesper, Dekan der Fachhochschule, sagte: "Wir sind stolz auf diesen Studiengang. Und die Absolventen haben mit 5000 Stunden harter Arbeit den Nachweis für ihre überdurchschnittliche Belastbarkeit erbracht." Allen Kollegen habe es Spaß gemacht, mit ihnen zusammenzuarbeiten, fügte Udo Beer, Präsident der Fachhochschule, hinzu. "Kommen Sie gerne zur Weiterbildung weiter zu uns." Auch Axel Gleie, Sprecher der Geschäftsführung, gratulierte dem Volontärsjahrgang. Er fragte, wie ein Journalismus mit Zukunft aussehen könnte. "Unwirtschaftliche Produkte werden infrage gestellt", sagte er mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen. "Dies ist aber ausschließlich eine Folge strategisch unternehmerischen Handelns." Die klassischen Medien hätten trotz allem eine Zukunft. "Wir müssen dazu unsere Arbeitsweise ändern und die neuen Medien integrieren." Den Absolventen gab er mit auf den Weg: "Lassen Sie sich von den aktuellen Veränderungen nicht nervös machen. Mit der neuen Volontärsausbildung haben Sie alles mitbekommen, um sich in dem gerade extrem wandelnden Berufsbild des Journalisten zu behaupten." Voraussetzung sei allerdings die Bereitschaft zur Flexibilität. "Wie früher die Handwerksgesellen gehen Sie für einen guten Karriereweg auf Wanderschaft."

Der Vorsitzende des Verbands der Zeitungsverlage Norddeutschlands (VZN) und ehemalige sh:z-Geschäftsführer, A. Asghar Azmayesh, erklärte, es sei nicht selbstverständlich gewesen, den Studiengang einzurichten. "Ich danke sh:z-Geschäftsführer Thomas Keßler, zuständig für den Finanzbereich, und dem Verlegerverband für ihre Unterstützung." Azmayesh beantwortete auch die Frage, warum nicht alle Volontäre übernommen werden. "Es wollten nicht alle bei uns bleiben. Sie sind so gut ausgebildet, dass sie überall unterkommen können."

Das letzte Wort hatten die Volontäre selbst. "Trotz der allgemeinen Krisenstimmung haben wir unseren Optimismus nicht verloren", erklärten Linda Kupfer und Johanna Tyrell. Die viel diskutierte Krise sei hauptsächlich eine Medienkrise, stelle aber nicht den Journalismus an sich infrage.

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