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Commerzbank-Studie : Nachholbedarf beim Internet

vom
Aus der Onlineredaktion

Unternehmer in MV könnten Netz noch besser nutzen

von
erstellt am 04.Nov.2017 | 16:00 Uhr

Trotz des großen Potenzials, das der Digitalisierung zugeschrieben wird, wickelt jeder zweite Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern weniger als ein Drittel seiner Geschäftstätigkeit über das Internet ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutschlandweite Studie, die die Commerzbank jetzt vorgelegt hat. Für die repräsentative Untersuchung wurden im Sommer dieses Jahres insgesamt 3210 Unternehmenskunden unterschiedlicher Banken vom Institut Ipsos befragt, darunter auch 100 in MV.

„Unternehmer in Mecklenburg haben weiterhin Nachholbedarf beim Thema Internet“, sagt Commerzbank-Sprecher Mathias Paulokat mit Blick auf vorangegangene Studien seines Hauses. Freilich gäbe es auch Grenzen der Web-Nutzung: Wer selbstständiger Handwerker sei, arbeite naturgemäß mehr auf Baustellen als am Computer, so Paulokat. Diejenigen, die auf das Internet setzten, würden vor allem Informationen darüber anbieten oder online Termine vereinbaren, nur gut ein Drittel der Unternehmer in MV nutze das Internet auch als Vertriebskanal.

Die Studie der Commerzbank brachte aber auch dieses Ergebnis: 84 Prozent der befragten Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibenden mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro sehen für das kommende Jahr eine positive, wenigstens aber stabile Wirtschaftslage für ihr Unternehmen und den Nordosten voraus – trotz einiger Risiken und eines insgesamt schwächeren Innovationsklimas in MV als im Bundesdurchschnitt.

Lediglich 20 Prozent erleben das Bundesland als innovationsfreundlich, im Bund sind es immerhin 35 Prozent. Ein großes Hindernis für mehr Innovationen stellten aus Unternehmersicht fehlende Fachkräfte dar, erklärt Frank Mrosek, Leiter der Unternehmenskundenberatung Mecklenburg der Commerzbank.

Von der neuen Bundesregierung erwarteten sie dementsprechende vor allem Impulse in der Bildungspolitik. „Die in unserer Region ansässigen Unternehmen sind derzeit immer noch stark ausgelastet, obschon die aktuelle Auftragslage leicht rückläufig ist“, fasst Mrosek die derzeitige wirtschaftliche Lage zusammen.

 

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