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Stasi-Unterlagen : Nach wie vor Bedarf an Opfer-Beratung

vom
Aus der Onlineredaktion

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Einschätzung der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, nach wie vor Bedarf an Beratung von Menschen, die in der DDR Verfolgung erlebten. Im vergangenen Jahr hätten sich 1028 Menschen an ihre Bürgerberatung gewandt, sagte Drescher gestern in Schwerin. Das waren gut 200 weniger als ein Jahr zuvor.

Außerdem führte die in ihrer Behörde angesiedelte Anlaufstelle für die DDR-Heimerziehung knapp 1200 Erstberatungsgespräche. Neu ist seit Jahresbeginn die Anlaufstelle der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ für Menschen, die als Minderjährige in Behinderten- oder Psychiatrieeinrichtungen der DDR Unrecht erfahren haben.

Über 100 Athleten, die durch das Staatsdoping der DDR geschädigt wurden, haben sich laut Drescher bereits in MV gemeldet. Um diesen Opfern angemessen helfen zu können, sei eine wenigstens zeitlich begrenzte zusätzliche Beraterstelle in ihrer Behörde erforderlich.

Neu erschienen ist die erweiterte Neuauflage der vergriffenen Publikation „Der Greifswalder Weg“ über die DDR-Kirchenpolitik und die ehemalige Evangelische Landeskirche Greifswald. Ebenfalls neu ist eine Studie zur Arbeit in den Jugendwerkhöfen der drei ehemaligen DDR-Nordbezirke. Beide Bücher sollen auf der Leipziger Buchmesse im März präsentiert werden.

Im Fokus der diesjährigen Forschungen ihrer Behörde stehen laut Drescher Untersuchungen zu den Alten- und Behinderteneinrichtungen in der DDR. Geplant ist ein Leitfaden für Opfer des Staatsdopings der DDR.

 

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