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Verbrechen aufgeklärt : Nach U-Haft: Mann tötet Freundin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verbrechen an 32-jähriger Rostockerin aufgeklärt / Weitere Vergewaltigung

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 21:30 Uhr

Hätte das Tötungsverbrechen an der 32-jährigen Rostockerin verhindert werden können, deren Leiche am Dienstagmittag an der Stadtautobahn im Stadtteil Lichtenhagen gefunden wurde? Die Tat ist aufgeklärt. Der ehemalige Lebensgefährte des Opfers, André H., stehe im Verdacht, das Verbrechen begangen zu haben, teilte gestern die Rostocker Staatsanwaltschaft mit.

Die Vorgeschichte: Bereits in der Silvesternacht soll der 35-Jährige seine Lebensgefährtin brutal vergewaltigt haben. Er gestand die Tat bei der Polizei und saß daraufhin in Untersuchungshaft. Ende Januar wurde er allerdings aus der Haft entlassen, weil er sich bei seinem Opfer entschuldigt hatte und sie ihm verzieh. Es hätten danach keine weiteren Gründe für eine Inhaftierung vorgelegen, sagte Oberstaatsanwalt Andrés Ritter. Der Mann sei nie zuvor als Gewalt- oder Sexualstraftäter in Erscheinung getreten. „Für uns ist das ebenso bedrückend und unverständlich, dass sich so eine Entwicklung ergeben hat“, so Ritter.

Denn André H. schlug erneut zu. Vermutlich am 5. Februar soll er seine Lebensgefährtin in seiner Wohnung in Lichtenhagen in der Sternberger Straße getötet haben. Ob es einen Streit gab, ist Gegenstand der Ermittlungen. Einzelheiten zur Tat wollte die Behörde gestern nicht nennen, um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen.

Nach der Tat habe der Mann die Leiche nur 600 Meter von der Wohnung entfernt in einem Wäldchen an der Stadtautobahn vergraben. Die Staatsanwaltschaft geht von Totschlag aus. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

Die Tat blieb vorerst unentdeckt. Am 20. März – sieben Wochen nach dem Tötungsverbrechen – rastete der Arbeitslose erneut aus. Er soll eine 29-jährige geistig behinderte Frau nach einer Party in seine Wohnung gelockt, mit einem Messer bedroht und mehrfach vergewaltigt haben. Am nächsten Tag erstattete die Frau zusammen mit ihrer Betreuerin Strafanzeige. Ihr Peiniger kam erneut in Untersuchungshaft.

Dort hatte er sich einer Anwältin anvertraut und von dem Verbrechen an seiner Lebensgefährtin berichtet. Am Dienstag führte er die Polizei selbst zu der Stelle an der Stadtautobahn, an der die Beamten die Leiche fanden.


 

 

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