Mehr Badetote in MV : Nach Supersommer: 30 Menschen starben

Die Ostseeküste ist wegen der Rettungsschwimmer relativ sicher.

Die Ostseeküste ist wegen der Rettungsschwimmer relativ sicher.

Für 30 Menschen endete das Baden in diesem Jahr in MV bereits tödlich. Die meisten kamen in Binnengewässern ums Leben.

svz.de von
13. September 2018, 20:45 Uhr

Beim Baden sind in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern bereits 30 Menschen ertrunken, fast ein Drittel (9) mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Das geht aus einer vorläufigen Bilanz der ersten acht Monate dieses Jahres hervor, die am Donnerstag von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vorlegt wurde. 24 der Badetoten waren Männer. Mindestens 11 der Ertrunkenen waren älter als 71 Jahre, ein Kind verlor sein Leben.

Auch bundesweit sind bis Ende August in deutschen Gewässern so viele Menschen ertrunken wie seit 2008 nicht mehr. Mindestens 445 Menschen starben, 148 mehr als im Vorjahreszeitraum. Als häufige Ursachen nannte DLRG-Präsident Achim Haag Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie insbesondere das Baden an unbewachten Badestellen. Unfallschwerpunkte sind demnach Seen und Flüsse.

370 Menschen (82 Prozent) ertranken in den überwiegend unbewachten Binnengewässern. 210 von ihnen starben in Seen und Teichen, 141 in Flüssen, 19 in einem Kanal.

In Mecklenburg-Vorpommern kamen 18 Menschen in Binnengewässern ums Leben. Außergewöhnlich viele Todesfälle ereigneten sich laut DLRG in Schwimmbädern. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl bundesweit um 19 auf 29. Aus Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Todesfall gemeldet.

Im Vergleich dazu sind laut DLRG die Küsten von Nord- und Ostsee relativ sicher, weil die Badestellen von Mitte Mai bis Mitte September von Rettungsschwimmern bewacht werden. An der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns ertranken demnach bis Ende August 11 Menschen.

Die meisten Badetoten hatte Bayern mit 80 Todesfällen (+18) vor Nordrhein-Westfalen mit 55 Opfern (-18) und Niedersachsen mit 52 Menschen (+14). Mecklenburg-Vorpommern liegt in der Statistik auf Platz 6. Die wenigsten Badenden - fünf - ertranken in Thüringen.

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